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Georgien: Proteste gegen Film über zwei schwule Tänzer

9.11.2019 11:58 Uhr

Homophobie ist in vielen ehemaligen GUS-Staaten immer noch ein zentrales Thema. Nachdem nun der Film "And then we danced" Premiere haben sollte, in welchem es sich um das Leben zweier schwuler Tänzer dreht, kam es zu massiven Protesten. Dabei mussten von den Behörden 27 Personen festgenommen werden und zwei Polizeibeamte wurden verletzt, als sie die ausverkaufte Filmvorstellung schützen wollten, wie das Innenministerium des Landes in Tiflis mitteilte.

Gegner des Films riefen nach Berichten georgischer Medien vor Kinos «Schande» und setzten auch Feuerwerk ein. Die US-Botschaft in der am Kaukasus gelegenen Ex-Sowjetrepublik rief dazu auf, größere Versammlungen zu meiden, weil dort die Gefahr von Gewalt bestehe.

Der Film des schwedischen Regisseurs Levan Akin sollte an diesem Wochenende in fünf unter Polizeischutz stehenden Kinos in Georgien gezeigt werden. Nach Angaben der Organisatoren sind alle Tickets bereits ausverkauft. Das in Georgien spielende Drama erzählt, wie sich ein angehender Tänzer des georgischen Nationalballetts in Tiflis in einen anderen Studenten verliebt. Der Film feierte in diesem Jahr bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes Premiere.

(ce/dpa)

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