dpa

Gelingt Frankfurt gegen Chelsea das "Fußball-Wunder"?

9.5.2019 7:53 Uhr

Für Eintracht Frankfurt und die Fans der Hessen ist es das Spiel des Jahres. Man kann den Einzug ins Finale der Europa League gegen den FC Chelsea schaffen. Doch dafür braucht es ein kleines Fußball-Wunder in London.

"Wir hoffen, dass die Reise nicht hier endet, sondern uns nach Baku führt", sagte Kapitän David Abraham vor dem Halbfinal-Rückspiel am Donnerstag (21.00 Uhr/RTL und DAZN). Trainer Adi Hütter setzt in London auf die Rolle des Underdogs. "Vielleicht wäre es schon ein Wunder, wenn es Eintracht Frankfurt ins Finale schaffen könnte. Um dieses Wunder zu schaffen, muss alles aufgehen", sagte er.

Sieg oder Remis mit mindestens zwei Treffern

DIE AUSGANGSLAGE: Nach dem 1:1 im Hinspiel benötigen die Hessen einen Sieg oder ein Remis mit mindestens zwei Toren, um erstmals seit dem Gewinn des UEFA-Pokals vor 39 Jahren wieder das Finale eines internationalen Wettbewerbes zu erreichen. Im Falle eines 1:1 fällt die Entscheidung in der Verlängerung oder in einem möglichen Elfmeterschießen, das Hütter aber nicht üben ließ.

DIE FORM: Die Eintracht wirkte zuletzt müde und musste im Vorfeld der Partie die 1:6-Klatsche bei Bayer Leverkusen am vergangenen Sonntag verarbeiten. "Wir konnten nicht zur Tagesordnung übergehen, sondern haben das mit der Mannschaft besprochen. Ich habe ein gutes Gefühl und bin hundertprozentig davon überzeugt, dass wir ein anderes Gesicht zeigen werden", sagte Trainer Hütter.

Chelsea bereits für Champions League qualifiziert

Chelsea ist als Tabellendritter der englischen Premier League - anders als die Eintracht - bereits für die Champions League in der kommenden Saison qualifiziert. Hütter erwartet daher einen Gegner, der "mit Selbstvertrauen ins Spiel geht und einen Titel gewinnen will".

DAS PERSONAL: Die Eintracht kann wieder auf den im Hinspiel gesperrten Offensivmann Ante Rebic und Mittelfeldstabilisator Sebastian Rode bauen, der in Leverkusen schmerzlich vermisst wurde. Zudem steht Stürmer Sébastien Haller nach einer Bauchmuskelverletzung erstmals seit Ende März wieder im Kader. Der 24 Jahre alte Franzose dürfte jedoch noch keine Option für einen Einsatz von Beginn an sein. Bei Chelsea fehlt der verletzte Mittelfeldspieler N‘golo Kanté. Dafür erwartet Hütter, dass der im Hinspiel lange geschonte Flügelstürmer Eden Hazard in der Startelf der Londoner steht.

DAS VORBILD: Beim Versuch, das "Wunder von Chelsea" zu realisieren, wollen sich die Hessen am FC Liverpool orientieren. Die Engländer hatten nach einem 0:3 beim FC Barcelona dank eines 4:0 am Dienstag im Rückspiel das Finale der Champions League erreicht. "Liverpool hat gezeigt, was es bedeutet, wenn man an etwas glaubt. Die Mannschaft hat so gespielt, wie sie das ganze Jahr spielt", sagte Hütter und fügte hinzu: "Das wünsche ich mir auch von meiner Mannschaft, dass wir mutig und mit Leidenschaft nach vorne spielen."

(ce/dpa)

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