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Geldwäscheskandal in Dänemark gefährdet Finanzstabilität des Landes

30.11.2018 13:16 Uhr

Der Geldwäscheskandal bei der Dankse Bank bedroht die Finanzstabilität des ganzen Landes, so die Einschätzung der Dänischen Notenbank. Eine einzelne Bank könnte so die finanzielle Stabilität von ganz Dänemark erfassen und den ganzen Finanzsektor gefährden, warnte die Zentralbank in einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung.

Die Danske Bank steht im Zentrum von einem der größten Geldwäscheskandale in Europa mit einem Volumen von rund 200 Milliarden Euro.

Zuletzt hatte die dänische Staatsanwaltschaft gegen die größte dänische Geschäftsbank Anklage erhoben. Dabei geht es um mutmaßliche Verstöße gegen Vorschriften zur Vermeidung von Geldwäsche in der Niederlassung in Estland. Seit Beginn des Jahres sind die Aktien der Danske Bank um 46 Prozent eingebrochen. Seit Wochen hält sich in Medien der Verdacht, die Deutsche Bank könnte in den Geldwäscheskandal bei der Danske Bank tiefer verwickelt sein. Die Deutsche Bank weist jede Verantwortung von sich.

Niedriger Leitzins verführt zu mehr Risiko

In Dänemark hätten extrem niedrige Leitzinsen und günstige Finanzierungsbedingungen dazu geführt, dass Kreditgeber höhere Risiken eingegangen seien, hieß es weiter in der Mitteilung. Die Notenbanker forderten die Industriebetriebe des Landes auf, stärkere Rücklagen zu bilden und auf die Auszahlung höherer Dividenden zu verzichten.

(an/dpa)