Symbolbild: imago/Michael Eichhammer

Geldstrafe wegen fahrlässiger Tötung mit ätzender Substanz aus Weinflasche

14.3.2019 21:18 Uhr

In den Tod getrunken: Nach dem Tod eines 62-jährigen Manns hat das Amtgericht Freiburg eine Geldstrafe verhängt. Der 62-Jährige trank auf einem Weingut in Baden-Württemberg versehentlich eine ätzende Flüssigkeit aus einer Weinflasche. Ein 56-jähriger Mann, der die Substanz in eine etikettierte Weinflasche statt in den dafür vorgesehenen Plastikbehälter gefüllt hatte, wurde am Donnerstag wegen fahrlässiger Tötung verurteilt.

Das Opfer hatte das zur Hefeernährung und Schwefelung von Trauben gedachte Ammoniumbisulfit im September 2017 unbemerkt aus der Weinflasche in ein Glas gefüllt und getrunken. Trotz sofortiger Maßnahmen des Rettungsdiensts konnte er nicht gerettet werden. Der Angeklagte legte zunächst Einspruch gegen den Strafbefehl ein, akzeptierte die Strafe in der mündlichen Verhandlung dann jedoch.

(gi/afp)