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Gelbwesten: Ton zwischen Frankreich und Italien wird rauer

8.1.2019 14:15 Uhr

Der Ton zwischen Frankreich und Italien wird rauer: Nach der Rückendeckung der italienischen Regierung für die Protestbewegung der "Gelbwesten" hat sich Frankreich eine Einmischung in innere Angelegenheiten verbeten.

Das gebiete der "Respekt" vor Nachbarn und Verbündeten, sagte Europaministerin Nathalie Loiseau am Rande eines Ministerrats in Brüssel. "Die Priorität der italienischen Regierung sollte es sein, sich um das Wohlergehen des italienischen Volkes zu sorgen", betonte Loiseau.

Die Regierung in Rom habe von den europäischen Partnern immer wieder Respekt verlangt, betonte sie. "Dieser Respekt steht ihr auch zu, aber er steht jedem Land zu, vor allem wenn es sich um Nachbarn, Verbündete und Freunde handelt."

Clinch schwelt schon länger

Der italienische Vize-Regierungschef Luigi di Maio von der Fünf-Sterne-Bewegung und Innenminister Matteo Salvini von der fremdenfeindlichen Lega-Partei hatten die "Gelbwesten" aufgerufen, "standhaft" zu bleiben.

Präsident Emmanuel Macron regiere "gegen sein Volk", erklärten sie. Die populistische italienische Regierung liegt bereits seit Längerem mit Macron im Clinch - unter anderem wegen ihrer restriktiven Einwanderungspolitik.

(bl/afp)