epa/Yoan Valat

Gelbwesten-Proteste flammen wieder auf

7.9.2019 22:14 Uhr

In Frankreich haben die "Gelbwesten"-Proteste wieder leicht an Zulauf gewonnen. Tausende Menschen demonstrierten Medienberichten zufolge am Samstag in französischen Städten. Es kam zu mehreren Zusammenstößen mit der Polizei. In Paris seien 89 Menschen vorläufig festgenommen worden, teilte die Polizei der Hauptstadt auf Twitter mit. Zudem habe es mehr als 60 Verwarnungen gegeben.

In Paris seien mehr als 800 "Gelbwesten" versammelt gewesen, berichtete der Nachrichtensender BFMTV unter Berufung auf den Pariser Polizeipräsidenten, Didier Lallement. Damit sei die Teilnehmerzahl zwar niedrig, aber höher als in den vergangenen Wochen gewesen, so Lallement. Der große Teil der Demonstranten sei friedlich gewesen.

Polizei setzt Tränengas ein

In der südfranzösischen Stadt Montpellier protestierten Berichten zufolge bis zu 3.000 Menschen. Rund 500 der Demonstranten gehörten dem sogenannten Schwarzen Block an, wie BFMTV nach Angaben der zuständigen Präfektur Hérault berichtete. In der Innenstadt Montpelliers ging ein Polizeiwagen in Flammen auf, die Polizei setzte Tränengas ein. Zwei Menschen seien vorläufig festgenommen worden. Es habe sich nicht um einen friedlichen Protest gehandelt, teilte die Präfektur auf Twitter mit. Die Gewaltakte seien nicht tolerierbar.

Auch in nordfranzösischen Stadt Rouen protestierten mehrere Hundert Menschen, obwohl die Stadt Demonstrationen für Samstag zuvor per Dekret verboten hatte. Mehrere Demonstranten wurden vorläufig festgenommen und mehr als 100 verwarnt, berichtete die Zeitung "Le Parisien" unter Berufung auf die zuständige Präfektur.

Die "Gelbwesten" demonstrieren seit vergangenem November gegen die Reformpolitik der Mitte-Regierung; die Proteste entzündeten sich damals an der geplanten Erhöhung der Spritpreise.

(an/dpa)

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