AFP

Gelbwesten in Frankreich verlieren an Zulauf

22.12.2018 14:01 Uhr

Die Protestaktionen der Gelbwesten in Frankreich verlieren extrem stark an Zulauf. Nur noch rund 800 Personen waren es, die laut französischen Polizeiangaben am Samstag in Paris demonstrierten. Liegt es an den Zugeständnissen, die Macron machte?

Am sechsten Protestwochenende der "Gelbwesten" in Frankreich in Folge ist die Zahl der Demonstranten weiter stark zurückgegangen. In Paris gingen am Samstag laut Schätzungen der Polizei etwa 800 Demonstranten auf die Straße. Der Verkehr in der französischen Hauptstadt lief normal, nachdem es dort Ende November zu stundenlangen Auseinandersetzungen zwischen Protestteilnehmern und Polizei gekommen war. Kleinere Protestaktionen und Straßensperren gab es in anderen Landesteilen.

Zehn Todesopfer im Zuge der Proteste in Frankreich

Zu Beginn der Proteste der "gilets jaunes" Mitte November waren landesweit rund 282.000 Menschen auf die Straße gegangen. Seither nahm die Zahl der Teilnehmer stetig ab. Die Bewegung der "Gelbwesten" richtete sich ursprünglich gegen hohe Spritpreise und die geplante Ökosteuer auf Diesel. Später mischte sich in den Protest allgemeiner Unmut über die Reformpolitik von Präsident Emmanuel Macron und die schwindende Kaufkraft.

Das französische Parlament billigte am Freitag milliardenschwere Zugeständnisse des Präsidenten an die "Gelbwesten". Sie sehen unter anderem mehr Geld für Mindestlohn-Bezieher und Entlastungen für Rentner und Arbeitnehmer vor.

In Perpignan im Süden des Land starb in der Nacht zum Samstag ein Autofahrer, als sein Wagen mit einem an einer Straßensperre stehenden Lastwagen kollidierte. Es war das zehnte Todesopfer am Rande der Proteste seit Beginn der Demonstrationen am 17. November.

(ce/afp)