imago images / Uwe Kraft

Geißböcke verhindern Schalker Tabellenführung

5.10.2019 20:51 Uhr

Es hat nicht sollen sein. Der FC Schalke 04 hatte durch die Nachmittagsspiele und die Punktverluste der Mitkonkurrenten die große Chance gehabt, mit einem Heimsieg gegen den 1. FC Köln die Tabellenspitze in der Bundesliga zu erobern. Es sah auch lange sehr gut aus, dass die Knappen den Platz an der Sonne würden erobern können - bis die Geißböcke den Knappen in der Nachspielzeit in die Suppe spuckten. Jonas Hector egalisierte die Führung von S04, die Suat Serdar erzielt hatte. Nun stehen bis morgen fünf Mannschaften punktgleich vorne und der FC Bayern bleibt aufgrund der Tordifferenz vorläufiger Tabellenführer. Am Sonntagmittag kann dann Borussia Mönchengladbach vor heimischer Kulisse gegen den FC Augsburg bei einem Sieg die alleinige Tabellenführung übernehmen.

Die im Vergleich zum überraschenden Sieg bei RB Leipzig auf zwei Positionen veränderte Schalker Startelf tat sich mit der Favoritenrolle im Duell mit dem bisherigen Vorletzten zunächst schwer. Zwar gab es in der ersten halben Stunde leichte Feldvorteile, aber nur wenig ansehnlichen Kombinationsfußball. Die erste Torchance hatten stattdessen die von FC-Coach Achim Beierlorzer nach zuletzt enttäuschenden Vorstellungen auf gleich sechs Positionen veränderten Kölner. Doch dabei zeigte Kingsley Ehizibue Nerven und köpfte den Ball nach Flanke von Florian Kainz in der 21. Minute aus kurzer Distanz genau auf Schalke-Keeper Alexander Nübel.

Kölner Ausgleich in letzter Sekunde durch Hector

Es passte zum durchwachsenen Spiel des Gastgebers, dass seine erste Möglichkeit aus einem Standard resultierte - und dabei gegnerische Mithilfe nötig war. Nach Freistoß von Daniel Caligiuri verlängerte der Kölner Jonas Hector (31.) den Ball per Kopf an den Pfosten und entging damit nur knapp einem Eigentor. Zwar erhöhten die Schalker bis zur Pause das Tempo, blieben aber den Nachweis einer Spitzenmannschaft weiter schuldig. Bei allen Bemühungen war ihr Spiel gegen die kampfstarken Kölner zu einfallslos und fehlerhaft. Nur bei einen Fernschuss von Serdar (42.) über das Tor deutete das Team von Trainer Wagner Torgefahr an.

Auch nach Wiederanpfiff blieben die Kölner zunächst ein unbequemer Gegner. Anders als bei der ernüchternden 0:4-Heimschlappe gegen Hertha zeigten sie vor allem in der Defensive großes Engagement. Bei einem Schuss von Schalkes Angreifer Guido Burgstaller (55.) knapp neben das Tor war allerdings auch Glück im Spiel. Doch auch eine eigene Führung war möglich, als Simon Terodde (58.) per Kopf an Nübel scheiterte. Die Belohnung für die Leistungssteigerung der Kölner blieb jedoch aus. Dafür sorgte Serdar, der nach Vorarbeit von Salif Sané aus kurzer Distanz per Kopf für das 1:0 der Schalker sorgte. Dieser Treffer versetzte das Stadion in ein Tollhaus und beflügelte das königsblaue Team merklich. Deshalb war der neue Spitzenreiter in der Schlussphase dem 2:0 näher als die Kölner dem Ausgleich. Burgstaller traf dabei den Pfosten (88.). Doch in der Nachspielzeit schlug Köln durch einen Kopfball von Hector doch noch zu.

(ce/dpa)

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