dpa

Gehgeschwindigkeit zeigt biologisches Alter an

21.10.2019 10:36 Uhr

"Mens sana in corpore sano" - eine lateinische "Weisheit", die wohl offensichtlich einen großen Kern an Wahrheit in sich trägt. Wissenschaftler in den USA wollen herausgefunden haben, dass die Korrelation zwischen körperlicher und geistiger Gesundheit weit größer ist, als vielfach angenommen. So kann man zum Beispiel von der Gehgeschwindigkeit bereits im Alter von 45 Jahren Rückschlüsse ziehen, wie das Altern der Person voranschreitet. Kurz: Wer schneller geht, bleibt geistig fit. Wer schleicht, wird auch früher im Kopf Stillstand erleben.

Die Gehgeschwindigkeit eines Menschen kann verraten, wie gesund und geistig fit er ist. Bisher war dieser Zusammenhang nur für ältere Menschen beschrieben worden. Jetzt hat ein Team auch für 45-Jährige herausgefunden, das schnelle Geher biologisch gesehen jünger sind als langsame. Die Forscher haben sogar eine Verbindung zur Gehirn-Fitness im Alter von drei Jahren gefunden. Line Jee Hartmann Rasmussen von der Duke University in Durham (USA) und ihre Kollegen präsentieren die Studie im Fachmagazin "Jama Network Open". Gemütliches Schlendern haben die Forscher jedoch nicht untersucht.

Je niedriger die Gehgeschwindigkeit, desto schneller das Altern

Die 904 Probanden der Analyse waren 1972 oder 1973 in der neuseeländischen Stadt Dunedin geboren worden. Sie wurden unter anderem im Alter von 45 Jahren umfangreich untersucht. Dazu gehörten auch eine Ganganalyse und ein Gehirnscan. Die körperliche und die geistige Fitness wurden anhand verschiedener Faktoren ermittelt, wie bereits mehrere Male zuvor, zuerst im Alter von drei Jahren.

Ergebnis: Das Fünftel der Probanden mit der niedrigsten Gehgeschwindigkeit war zwischen dem 26. und dem 45. Lebensjahr um fünf Jahre schneller biologisch gealtert als das am schnellsten gehende Fünftel. Die langsamsten Geher zeigten auch durchschnittlich einen um 16 Punkte niedrigeren Intelligenzquotienten als die schnellsten. Ein Vergleich mit Messdaten der Untersuchung im Alter von drei Jahren erbrachte einen weiteren Zusammenhang: Wer bei den damaligen Tests schlecht abschnitt, gehörte mit deutlicher statistischer Wahrscheinlichkeit mit 45 zu den langsameren Gehern.

(ce/dpa)

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