Symbolbild: Christian Mang

Gegendemonstranten auf selbem Platz

18.7.2019 23:11 Uhr

Am Samstag werden in Kassel Rechtsextreme und Gegendemonstrationen möglicherweise aufeinandertreffen. Ein Bündnis gegen Rechts ruft zu einer Kundgebung vor dem Hauptbahnhof auf, wo die Kleinstpartei "Die Rechte" im Zusammenhang mit dem Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) demonstrieren will.

"Wir werden dort sein, wo die Nazis marschieren wollen", erklärte Torsten Felstehausen, Sprecher des Bündnisses, am Donnerstag.

"Es gibt keine Randale"

Zudem habe man Veranstaltungen an 20 weiteren Orten und zwei Demozüge angemeldet, um nah an die Rechten heranzukommen. Alle Aktionen seien bereits angemeldet. Der Protest soll friedlich ablaufen: "Es gibt keine Randale", erklärte Felstehausen. Unterstützer des Bündnisses seien 122 Verbände, Gewerkschaften, Parteien, Vereine, Kirchen und Gruppierungen aus Nordhessen.

Die Partei "Die Rechte" will am Samstag gegen eine angebliche Instrumentalisierung des Attentats auf Lübcke protestieren. Die Partei meint, Rechte würden in Zusammenhang damit in die Nähe von Gewalt und Terror gerückt. Die Polizei rechnet mit bis zu 500 Teilnehmern und mehreren Tausend Gegendemonstranten. Sie bereitet sich nach eigenen Angaben darauf vor, beide Seiten auseinanderzuhalten.

Die Stadt Kassel hatte im juristischen Streit um ein Verbot der rechten Demonstration eine Niederlage vor dem Verwaltungsgericht erlitten und den Gang vor den Verwaltungsgerichtshof angekündigt. Dort war am Donnerstag nach Gerichtsangaben zunächst keine Beschwerde der Stadt eingegangen.

(an/dpa)

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