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Gegen Abtreibung - Demonstration in Washington

19.1.2019 12:02 Uhr

Derzeit demonstrieren in Washington Tausende gegen ein Abtreibungsgesetz von 1973. Der amerikanische Präsident Donald Trump spricht seine Unterstützung per Video-Botschaft aus.

Tausende Menschen sind in der US-Hauptstadt Washington gegen Abtreibung auf die Straße gegangen. Wie im vergangenen Jahr erhielten die Aktivisten bei ihrem "Marsch für das Leben" am Freitag die Unterstützung von Präsident Donald Trump. Dieser sagte in einer Video-Botschaft an die Teilnehmer, er werde alle Gesetze des Kongresses blockieren, die den "Schutz menschlichen Lebens schwächen".

Vizepräsident Mike Pence, ein erklärter Abtreibungsgegner, nahm zusammen mit seiner Frau Karen erneut persönlich an der Kundgebung teil. "Vom Weißen Haus bis in Ihr Haus gewinnt das Leben in Amerika wieder", sagte Pence vor den Teilnehmern.

Jährlicher Protestzug

Mit dem jährlichen Protestzug wird gegen das Urteil des Obersten Gerichts von 1973 demonstriert, das den Schwangerschaftsabbruch legalisierte. Wie jedes Jahr endete der Protestzug vor dem Obersten Gericht, wo am Freitag ein Gesetz des Bundesstaats Indiana zum Verbot medizinischer Schwangerschaftsabbrüche verhandelt wurde.

"Jedes Leben zählt, vom Moment der Empfängnis bis zum natürlichen Tod, nicht nur Babys, sondern jeder Mensch", sagte Mary Ryback, eine Mutter aus Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin, der Nachrichtenagentur AFP. Sie sei extra nach Washington gereist, um für das Ende von Abtreibungen zu beten. Nur Gott habe das Recht, "Leben zu schenken und es zu nehmen".

Gott soll alles entscheiden

Das Urteil des Obersten Gerichts von 1973 sei eine "Gräueltat", sagte Dave Doran aus dem Bundesstaat Indiana. Er forderte neue Gesetze, die auch ungeborene Kinder unter den Schutz der Verfassung stellen.

Unter den Teilnehmern waren auch viele junge Menschen. Sie trugen Plakate mit den Aufschriften wie "Verteidigt das Leben", "Liebt das Leben, wählt das Leben" oder "Lasst Gott die Elternschaft planen". Viele der jungen Teilnehmer besuchen religiöse Schulen.

(sis/afp)