Symbolbild: imago/Horst Rudel

Gefälschte Hitler-Bilder? Beschlagnahmung in Berliner Auktionshaus

25.1.2019 11:16 Uhr

Drei Aquarelle, die angeblich aus Adolf Hitlers Hand stammen, sollten in einem Berliner Auktionshaus versteigert werden. Als Zweifel an der Originalität der Bilder aufkamen, schaltete sich die Polizei kurz vor der Versteigerung am Donnerstag ein und beschlagnahmte sie. Nun sollen die möglicherweise gefälschten Bilder auf ihre Echtheit geprüft werden. Das Fachkommissariat für Kunstdelikte beim Landeskriminalamt (LKA) ermittelt nun wegen versuchten Betrugs und der Urkundenfälschung.

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Das Auktionshaus hatte die drei Bilder am Donnerstag zu einem Startpreis von jeweils 4000 Euro versteigern wollen. Die Aquarelle, die nach Angaben des Auktionshauses von 1910 und 1911 stammen sollen und deren Authentizität durch Gutachten belegt sei, zeigen zwei Alpenlandschaften und den Rhein. Die Bilder sind angeblich von Hitler signiert.

Hitler als Kunstmaler

Nach Polizeiangaben ging am Donnerstag bei der Internetwache eine Anzeige ein, dass die vermutlich gefälschten Gemälde versteigert werden sollten. Daraufhin schalteten sich die Ermittler des Fachkommissariats ein.

Es wurde ein Durchsuchungsbeschluss erwirkt, und die Bilder wurden am Donnerstagnachmittag beschlagnahmt. Die Untersuchung der Aquarelle sowie der zugehörigen Unterlagen dauert an und wird einige Zeit in Anspruch nehmen, wie die Polizeisprecherin sagte.

Der NS-Diktator hatte sich in frühen Jahren erfolglos als Kunstmaler versucht. Die meisten von Hitler gemalten Bilder befinden sich in privaten Sammlungen in Österreich, Deutschland, Großbritannien und den USA.

Hitler-Bilder grunsätzlich erlaubt

Im aktuellen Fall gibt es nach Berichten der "Welt" zusätzlich Zweifel an der Echtheit aufgrund der Signaturen. Diese unterschieden sich stark voneinander und sähen teilweise völlig anders aus als Hitlers echte Unterschriften aus der Zeit vor 1914.

In Deutschland dürfen grundsätzlich Bilder Hitlers verkauft und gehandelt werden. Voraussetzung ist, dass sie keine verfassungswidrigen Symbole zeigen.

</div>(sis/afp)