Imago/Sven Simon

Gefährlicher Zwischenfall um Martin Schmitt

22.2.2019 15:16 Uhr

Der frühere Weltklasse-Skispringer Martin Schmitt hat die Veranstalter bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld nach einem Zwischenfall harsch kritisiert. TV-Experte Schmitt war in der Mixed Zone beinahe von einem fliegenden Ski getroffen worden, den der estnische Kombinierer Kristjan Ilves nach einem Sturz verloren hatte.

"Der eigentliche Skandal und das muss man auch so benennen, ist, dass man dann nicht reagiert und das Netz nur alibimäßig höher und lockerer gehängt hat. Und dann hofft, dass beim nächsten Springer, wenn das wieder passieren sollte, sich der Ski darin verfängt", sagte Schmitt bei Eurosport.

"Größeren Warnschuss kann es nicht geben"

Der 41-Jährige richtete einen klaren Appell an die Organisatoren am Bergisel in Innsbruck, wo es nach dem steilen Auslauf einen Gegenhang gibt. "Einen größeren Warnschuss kann es eigentlich nicht geben und man muss Maßnahmen ergreifen. Wenn man den Wettkampf durchführen will, muss man die Mixed-Zone räumen und zum Schutz der Athleten einen anderen Weg finden", sagte Schmitt. Er attestierte dem Ski-Weltverband FIS ein "schlechtes Wettkampfmanagement".

Nach dem Zwischenfall haben die Veranstalter am Nachmittag ein Eishockey-Netz auf der Bergiselschanze befestigt. Dieses wurde vor der Qualifikation der Spezialspringer vom Eisstadion zur Sprunganlage gebracht und montiert. Das weiße Netz war deutlich engmaschiger als das zuvor befestigte Fangnetz.

(bl/dpa)

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