Hürriyet

Gefährdete Schmetterlingsart erstmals seit 50 Jahren gesichtet

23.9.2019 11:16 Uhr

50 Jahre nach ihrer letzten Sichtung haben zwei Biologen eine vom Aussterben bedrohte Schmetterlingsart fotografieren können – auf einer Höhe von 3800 Meter auf dem ruhenden Vulkan und dem höchsten Berg der Türkei, dem Großen Ararat.

Zum letzten Mal wurde die Euphydryas iduna – ein Scheckenfalter – in der Türkei im August 1970 gesichtet. Jetzt gelang es den Biologen Süleyman Eksioglu und seinem Kollegen Emin Yogurtcuoglu, den Schmetterling bei einer dreitägigen Expedition auf dem Großen Ararat wiederzuentdecken und sogar zu fotografieren.

"Im ersten Augenblick konnten wir es gar nicht glauben. Aber dann sahen wir noch mehr Exemplare der Euphydryas iduna", so Eksioglu.

Ein Zeichen für den Klimawandel?

Normalerweise ist dieser Scheckenfalter wenn überhaupt, dann in skandinavischen Ländern zu beobachten, da sie kältere Temperaturen bevorzugen. Wie Eksioglu sagt, seien sie ein Relikt aus der Eiszeit und buchstäblich auf dem Großen Ararat gefangen, denn woanders in der Türkei würden sie nicht den Habitat finden, den sie zum Überleben benötigen.

"Zukünftige Studien könnten weiteren Aufschluss über die Klimaerwärmung geben. Deshalb müssen wir die Schmetterlinge weiter beobachten, um einen möglichen Einfluss der Erderwärmung auf ihre Bestände festzustellen", so Eksioglu. "Es war ein aufregendes Erlebnis diese Spezies wiederzuentdecken, von der es aus der Türkei bisher nur eine einzige Sichtung gab. Als ob man einer prähistorischen Kreatur begegnen würde", sagte ein sichtlich begeisterter Eksioglo weiter.

(be)

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