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Gefahr für Regenwald durch US-chinesischen Handelskrieg

6.5.2019 10:18 Uhr

Im Amazonas könnte der Regenwald in Gefahr kommen. Grund sind der Handelsstreit zwischen China und den USA. Wegen der Strafzölle auf US-Exporte sucht Peking nach neuen Lieferanten für Soja. Brasilien könnte in die Bresche springen, müsste aber große Waldflächen abholzen, um Platz für neue Felder zu schaffen.

"Wir befürchten großflächige Abholzungen in Brasilien als Folge des Handelskrieges", sagt Klimaforscher Richard Fuchs vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Der Handelskrieg sei ein Desaster für den Amazonasregenwald, schreibt er im Fachmagazin "Nature".

Eine Fläche, so groß wie Griechenland

Im schlechtesten Fall könnten in Brasilien 12,9 Millionen Hektar zusätzliches Ackerland gebraucht werden, um den chinesischen Sojahunger zu stillen - das entspricht in etwa der Größe von Griechenland. Das hätte fatale Folgen für den Klimaschutz, weil das Amazonasgebiet als CO2-Speicher von globaler Bedeutung ist.

(an/dpa)