DHA

Gaziantep schleicht mit Sieg über Alanyaspor in die Spitzengruppe

27.12.2020 19:33 Uhr

Der Sonntag war in der Türkei vollgepackt mit Fußballspielen am 15 Spieltag in der Süper Lig. Ganze vier Spiele fanden im Tagesverlauf statt. Das erste Ausrufezeichen setzte, wie fast zu erwarten, Gaziantep mit einem 3:1-Heimsieg über Alanyaspor, denn Antep entwickelt sich mehr und mehr zu einer echten Größe in der Liga. Weiter ging es am Nachmittag beim Match von Yukatel Denizlispor gegen Ankaragücü, das mit 1:2 endete und Ankara aus den Abstiegsplätzen brachte – dafür steht Denizli nun richtig im Keller. Zeitgleich unterlag Yeni Malatyaspor gegen Erzurumspor mit 1:3 und der vorherige Tabellenletzte aus dem Kühlschrank der Türkei schöpft wieder etwas Hoffnung. Am Abend – beim Mini-Derby in Istanbul – kam Vorjahresmeister Basaksehir nicht über ein 2:2 gegen den Ortsrivalen Kasimpasa hinaus.

Antep legte gegen Alanyaspor sofort los wie die Feuerwehr und Nouha Dicko (9. Minute), der zuvor in England und Holland kickte, besorgte die frühe Führung zum 1:0. Davidson (26. Minute) gelang zwar der Ausgleich zum 1:1, aber Muhammet Demir (30. Minute) stellte zeitnah mit dem 2:1 den alten Abstand wieder her. Der ehemalige Profi vom FSV Mainz 05, Alexandru Maxim (61. Minute), sorgte für den 3:1 Endstand. Damit eroberte Gaziantep vorerst den dritten Platz in der Tabelle und Alanyaspor musste sich vom Führungswechsel mit Galatasaray verabschieden. Der Rekordmeister wird damit den 15. Spieltag als Tabellenführer beendet.


In Denizli fand das Kellerduell zwischen Yukatel Denizlispor und Ankaragücü statt. Als Atakan Cankaya (21. Minute) für die Gäste traf, hatte sich der Hauptstadt-Klub damit vorerst aus der Abstiegszone befreit und mit Denizlispor die Positionen getauscht, würde es so bleiben. Und Ankaragücü setzte noch einen drauf. Der Pole Daniel Lukasik (45. Minute), der bis Sommer 2017 beim SV Sandhausen in der 2. Bundesliga kickte, sorgte für die Führung zum 0:2 und das psychologisch wichtig kurz vor dem Pausenpfiff. Denizli mühte sich redlich und stemmte sich gegen die drohende Heimniederlage. Der eingewechselte Recep Niyaz (80. Minute) ließ dann tatsächlich mit dem 1:2 nochmals Hoffnung aufkeimen und mit späten Treffern kennt sich Yukatel Denizlispor ja bestens aus. Doch Torgarant Hugo Rodallega schlug diesmal nicht zu und so blieb es am Ende bei der knappen Heimniederlage von Denzli und Ankaragücü konnte sich kurzfristig aus der direkten Abstiegszone befreien.


Beim Spiel zwischen Yeni Malatyaspor und Kellerkind Erzurumspor tat sich über lange Strecken herzlich wenig in den ersten 45. Minuten. Bis es kurz vor dem Pfiff zur Pause der Portugiese Ricado Gomes (44. Minute) im Kasten von Malatya klingeln ließ. Ein Ergebnis zur Pause, mit dem so nicht unbedingt hatte rechnen müssen, denn Malatyaspor wollte mit einem Heimsieg gegen Abstiegskandidaten sicherlich weiter Anschluss an die Tabellenspitze halten, die man im Blickfeld hatte. Mit einem Heimsieg würde Malatyaspor auf den sechsten Tabellenplatz vorrücken können. Aber den Hausherren blieben 45 weitere Minuten, das Ergebnis zu korrigieren. Und tatsächlich gelang den Hausherren durch Afriyie Acquah (62. Minute), der für die TSG Hoffenheim sowie in der italienischen Serie A kickte, das 1:1. Doch der Holländer Mitchell Donald (67. Minute), der bei Ajax Amsterdam das Kicken erlernte und bis zum Sommer für Yeni Malatyaspor spielte, stellte mit dem 1:2 für Erzurumspor den alten Abstand wieder her. Der Franzose Gabriel Obertan (71. Minute), ehemals bei Manchester United, legte sogar kurz später das 1:3 nach. Das war auch das eher überraschende Endergebnis, das wahrscheinlich so machen Wett-Tipp über den Haufen geworfen haben könnte.

Im Abendspiel zwischen Basaksehir und Kasimpasa in Istanbul ging es im Grunde um recht wenig. Zumindest aus Sicht des Vorjahresmeisters. Kasimpasa hingegen konnte mit einem Sieg in der Tabelle klettern – bis auf einen einstelligen Tabellenplatz. Doch das erste Tor des Abends macht der amtierende Meister IBB. Nacer Chadli (27. Minute) traf für die Eulen zum 1:0. Doch Yusuf Erdogan (36. Minute) egalisierte das mit seinem Tor zum 1:1. In der 43. Minute sah dann Aytac Kara von Schiedsrichter Firat Aydinus die zweite Gelbe und musste unter die Dusche – eine hohe Bürde, mehr als eine Halbzeit mit einem Feldspieler weniger auskommen zu müssen. Basaksehir warf stellenweise viel – wenn nicht alles – nach vorne, wollte die drei Punkte. Kasimpasa machte aber hinten dicht und stand sicher. Bei allen statistischen Werten lag der Meister vorne – Ballbesitz, Torschüsse, Zweikämpfe. Nur bei den Toren stand es weiterhin 1:1, weil sich Kasimpasa keine echte Blöße gab. Und wie immer gilt: Machst du die Dinger vorne nicht rein, scheppert es hinten. Armin Hodzic (85. Minute) war es, der Basaksehir im Vorwärtsgang die Kirsche zum 1:2 einschenkte. Nun wurde die Zeit eng und IBB legte noch einigen Kohlen nach, um Schadensbegrenzung zu fahren. Edin Visca (90.+2 Minute) gelang das erlösende Tor in der obligatorischen Nachspielzeit und er traf zum 2:2. Referee ließ weiter nachspielen. Doch letztlich half auch das nicht mehr und es blieb beim 2:2.

(ce)

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