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Gaza: Hamas lässt sechs mutmaßliche Kollaborateure hinrichten

3.12.2018 13:58 Uhr

Weil sie mit Israel zusammengearbeitet haben sind sechs Palästinenser von einem Gericht der radikal-islamischen Hamas im Gazastreifen zum Tode verurteilt worden. Die genauen Vorwürfe gegen die Angeklagten sind nicht bekannt. Ebenfalls unbekannt ist, ob die Verhaftungen mit der gescheiterten Geheimoperation der israelischen Armee vor ein paar Wochen steht.

Drei der Verurteilten sollen erschossen werden, drei erhängt. Wann die Urteile vollstreckt werden sollen, war zunächst unklar. Die Männer seien zwischen 29 und 55 Jahre alt, hieß es.

In November war eine verdeckte israelische Einheit von militanten Hamas-Kämpfern im Gazastreifen enttarnt worden, es kam zu einem heftigen Feuergefecht. Anschließend schossen militante Palästinenser Hunderte Raketen nach Israel. Die israelische Luftwaffe flog Luftangriffe auf militärische Ziele.

Hamas will die Zerstörung Israels

Kurz darauf nahm die Hamas nach Angaben aus Sicherheitskreisen drei mutmaßliche Kollaborateure fest. Die Palästinenser sollen der israelischen Einheit dabei geholfen haben, in das Küstengebiet einzudringen, wie es hieß.

Die Hamas richtet immer wieder Palästinenser hin, die sie der Zusammenarbeit mit Israel beschuldigt. 2016 wurden zudem erstmals seit der Machtübernahme der Hamas 2007 Menschen für Mord exekutiert.

Israel, die EU und die USA stufen die Hamas als Terrororganisation ein. Sie hat sich die Zerstörung Israels auf die Fahnen geschrieben.

(an/dpa)