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Gauland will nicht erneut als AfD-Chef kandidieren

27.11.2019 18:54 Uhr

Wie die FAZ berichtet, wird AfD-Chef Alexander Gauland beim Parteitag an diesem Wochenende sich nicht erneut zur Wahl stellen. Stattdessen soll der sächsische Tino Chrupalla antreten.

Chrupalla hatte seine Kandidatur am Mittwoch dem "Spiegel" bestätigt. Gauland hatte sich zuvor nicht festgelegt, ob er noch einmal kandidieren will oder nicht. Er machte dies von den konkreten Umständen auf dem Parteitag abhängig. Laut dem "FAZ"-Bericht kamen die Teilnehmer des Krisentreffens am Dienstag überein, dass Chrupalla gute Chancen habe, gewählt zu werden. Demnach will die rechte Strömung "Der Flügel", der Chrupalla nicht angehört, mit großer Mehrheit für ihn stimmen.

Reichlich Kandidaten

Auch der innenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Gottfried Curio, hat seine Kandidatur für den Parteivorsitz angekündigt. Die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete Nicole Höchst erwägt ebenfalls eine Kandidatur. Gaulands Ko-Vorsitzender Jörg Meuthen will zugleich sein Amt behalten. Der Vorsitzende des AfD-Jugendverbands Junge Alternative, Damian Lohr, sprach sich am Mittwoch für Chrupalla aus. Dieser sei "ein pflichtbewusster, lockerer, integrer Typ, ein hervorragender Kandidat", sagte er dem ARD-Hauptstadtstudio. Mit Meuthen "hat man einen westdeutschen Akademiker an der Spitze, da würde es ganz guttun, wenn man sagt: Wir als AfD nehmen auch den Osten mit."

(be/afp)

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