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Gauland denkt über seinen Abschied aus der Politik nach

25.2.2019 7:29 Uhr

Zwar nicht in der nahen Zukunft, doch nach dem Sommer werde sich der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland ernsthafte Gedanken machen, ob er eines oder beide seiner Ämter niederlegt. Schließlich ist er nicht nur Vorsitzender, sondern auch Bundestagsfraktionschef der AfD. Dies sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

"Erst dann kann ich sagen, ob ich noch die Kraft habe oder nicht mehr." Er fügte aber hinzu: "In zwei Jahren, mit 80, wäre es dann vielleicht wirklich an der Zeit, sich zur Ruhe zu legen."

Gauland ist kürzlich 78 geworden. Im Herbst werden zunächst der Fraktionsvorsitz und dann die Parteispitze neu gewählt. Gauland will jeweils kurzfristig entscheiden, ob er nochmals antritt.

"Europawahl wird kein Selbstläufer"

Zurückhaltend äußerte sich Gauland zu den Wahlaussichten der AfD in diesem Jahr: "Die Europawahl wird kein Selbstläufer. Das hat auch mit dem Brexit zu tun."

Die AfD fordere einen EU-Austritt Deutschlands, wenn es keine Reformen in der Union gebe. "Aber mir ist klar, dass die anderen Parteien warnen werden: Schaut auf das Chaos, das die Briten angerichtet haben! Das macht den Menschen Angst." Bei den drei Landtagswahlen in Ostdeutschland stelle sich die Frage einer Regierungsbeteiligung allenfalls in Sachsen, aber "das wird Frau Merkel, solange sie noch Kanzlerin ist, zu verhindern wissen".

(be/dpa)