imago images/Ralph Sondermann

Gasturbinen nach Russland geliefert

2.10.2019 14:36 Uhr

Siemens baut wieder ein Kraftwerk in Russland. Dies war wegen des Weitertransport von Gasturbinen an die Krim bislang untersagt worden. Das Projekt in der Teilrepublik Tatarstan soll eine Leistung von 250 Megawatt haben und 2023 ans Netz gehen, wie Siemens am Mittwoch mitteilte. Zusammen mit zwei Wartungsverträgen habe das Projekt ein Volumen von rund 290 Millionen Euro.

2017 war bekannt geworden, dass Gasturbinen, die Siemens für ein Kraftwerk in Russland geliefert hatte, auf die Krim weitertransportiert worden waren. Dies ist wegen Sanktionen der USA und EU in Reaktion auf die Annexion der Krim verboten. Siemens hatte daraufhin zunächst erfolglos auf Rückabwicklung des Geschäfts geklagt.

Konzern baut Kraftwerk schlüsselfertig

Dass es beim aktuellen Projekt zu ähnlichen Problemen kommen könnte, hält man bei Siemens für ausgeschlossen, da der Konzern das Kraftwerk schlüsselfertig baut. «Wir halten die Maschinen in unseren eigenen Händen, bis sie am vertraglich vereinbarten Ort installiert sind und laufen», sagte ein Sprecher.

(an/dpa)

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