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Göztepe Izmir bleibt und Bursaspor weint bittere Tränen beim Abstieg

26.5.2019 20:48 Uhr, von Chris Ehrhardt

Der Abschluss des 34. und letzten Spieltages in der türkischen Süper Lig hatte es wahrlich in sich. Es ging quasi nur um den Abstieg. Dabei hatte Göztepe Izmir Ankaragücü zu Gast und gewann 2:1. Fenerbahce Istanbul empfing Antalyaspor und gewann 3:1. Kayserispor musste sich zuhause Erzurumspor mit 0:2 geschlagen geben. Und Yeni Malatyaspor unterlag im Heimspiel gegen Bursaspor mit 1:2. Damit ist klar, es bleibt wie es war: Erzurum und Bursa steigen ab und in Izmir wird die Nacht zum Tag gemacht, weil Göztepe die Klasse halten konnte.

Starten wir die Süper-Lig-Reise in Istanbul. Da reagierten die Kanarienvögel schnell und Miha Zajc machte in der 13. Spielminute das Führungstor – 1:0. Das hatte aber nur 20 Minuten Bestand, denn in der 33. Minute war Mevlüt Erdinc für Antalyaspor zur Stelle und glich aus – 1:1. Und das hatte seinen Grund. Denn es wurde quer berichtet, dass Malatyaspor zurückliegt und bei einem Auswärtssieg wäre Antalya im internationalen Geschäft. Das verleiht Flügel.


Doch wer drückt, der geht auch das Risiko ein, dass der Gegner trifft. Und das tat Eljif Elmas in der 69. Minute für die Hausherren in Kadiköy – 2:1. Der Treffer war wie ein Schlag in die Magengrube von Antalyaspor, die sich zwar weiter mühten, aber fühlten, zwei Treffer am Bosporus würden sehr schwer. Und als dann noch Victor Moses in der 90. Minute mit einer schönen Einzelaktion das 3:1 erzielte, war das Thema natürlich durch. Fenerbahce ist mit dem Sieg noch auf den sechsten Platz in der Tabelle geklettert.

Erzurumspor mit Auswärtssieg ohne Wert

Erzurum konnte es nicht schaffen, aus eigener Kraft die Klasse zu halten. Also spielte man befreit auf und das lohnte sich. Schon in der 12. Minute stellte Taylan Antalyali die Uhren mit dem 1:0 auf Sieg. In der 43. Minute legte Gilles Sunu den zweiten Treffer nach und Kayserispor schaute sehr bedrückt aus der Wäsche.


Als dann noch in der 63. Minute Silviu Lung, der Keeper von Kayseri unter die Dusche durfte, war die Messe in Kayseri gelesen. Erzurum tat alles, was in der eigenen Macht steht, um die Klasse zu halten. Damit hätte man aber früher anfangen müssen und nicht erst zum Saisonende. So reichte es dann eben nicht und es geht in der TFF 1. Lig weiter.

Bursaspor weint bittere Tränen

Auch Bursaspor würde aufgrund der gebrauchten Saison ohne Fremdhilfe den Klassenerhalt nicht schaffen können. Da musste Göztepe nicht gewinnen und man selbst auf jeden Fall drei Punkte holen. Und es war ein verrücktes Spiel in Malatya. In der 4. Spielminute war es Yusuf Erdogan, der die Führung für Bursa besorgte – 0:1. In der 20. Minute legte dann Umut Nayir nach – 0:2. Und dann wurde es verrückt. Mustafa Akbas von Malatyaspor flog in der 35. Minute mit Rot vom Platz – Referee Ali Palabiyik wollte ein farbiges Spiel abliefern. In der 61. Minute markierte Aboubakar Kamara dann den Anschlusstreffer – 1:2.


Und danach ging das Kartenspiel weiter. In der 86. Minute flog bei Bursaspor Diafra Sakho mit Rot vom Feld und in der 90. Minute erwischte es Arturo Mina von Kayseri. Das war eine bunte Angelegenheit und Bursa blieb die Hoffnung, dass Göztepe nicht gewinnen würde.

Partynacht in Izmir nach Klassenerhalt

Göztepe sorgte zeitnah für durchatmen auf der Fantribüne. Alpaslan Öztürk ließ es in der 14. Minute im Kasten von Ankaragücü klingeln. Und so zog sich das Spiel dann dahin. Immer im Hinterkopf wissend, dass Bursa in Malatya führt und in Überzahl spielt. Und plötzlich war es dann soweit – der Abstieg drohte. In der 74. Minute nämlich schockte Michal Pazdan den Izmir-Anhang mit dem Treffer zum 1:1. Es war eine eisige Ruhe im Stadion.


Doch kurze Zeit später war das Publikum wieder voll da. Und zwar in der 84. Minute, dann das besorgte Deniz Kadah die erneute Führung für Göztepe vom Punkt aus – 2:1 und Klassenerhalt. Es gab zwar sieben Minuten Zugabe, aber auch das half den Krokodilen von Bursaspor nicht – Göztepe bleibt in der Süper Lig und in Bursa gab es beim Public Viewing Tränen.

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