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Göztepe erkämpft Remis in Konya

3.3.2019 13:37 Uhr, von Christian Ehrhardt

Im Match Konyaspor gegen Göztepe Izmir in der türkischen Süper Lig ging es für Konya darum, den Anschluss nach oben zu halten und Kontakt zu den Plätzen nicht zu verlieren, die die Teilnahme an der Europa League bedeuten. Für Göztepe ging es bereits ums nackte Überleben, da die Mitkonkurrenten um den direkten Abstiegsplatz 16 kollektiv gewonnen hatten. Beste Voraussetzungen also, ein Fußballspiel mit Kampf, Einsatz und Herz zu sehen.

Göztepe setzte zügig eine Duftmarke und war auf Ballsicherung bedacht. Mit dem Ball in den eigenen Reihen versuchten die Gäste aus Izmir in den gegnerischen Strafraum zu kommen. Konya zeigte dann allerdings, warum das Team im oberen Tabellendrittel steht, denn die Abwehr spielte in der ersten Viertelstunde fehlerlos und ließ nur eher harmlose Schüsse aus der Distanz zu. Für die Gäste würde es darüber hinaus darauf ankommen, wie es ihnen gelingen würde, den brandgefährlichen Adis Jahovic zu kontrollieren. Den hatte man zwar gut unter Kontrolle, vergaß dabei aber wohl Petar Filipovic – und das rächte sich in der 18. Minute. Ecke von rechts, hoch reingetreten und da war niemand bei Filipovic, der mit dem langen Bein in den Ball sprang und lässig einlochte – 1:0 für Konyaspor. So darfst du eine Ecke nie und nimmer verteidigen, wenn du in der Liga bleiben willst.

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Wie würde Gözetepe mit dem frühen Rückstand umgehen?

Izmir fiel es nach dem frühen Rückstand schwer, das ambitionierte Spiel fortzuführen, mit dem das Team in die Partie gestartet war. Göztepe war zu sehr darauf bedacht, hinten nicht noch ein Ding zu kassieren und dann einem Rückstand von zwei Toren nachrennen zu müssen. So dümpelte das Spiel in den ersten 40 Minuten vor sich hin und Konya beschränkte sich jetzt schon darauf, das Ergebnis zu verwalten. Kamen die Gäste dann doch einmal nach vorne, wurde viel zu schnell und zu hektisch der Abschluss gesucht. Diese Versuche landeten häufig im vierten oder fünften Stockwerk – Elektrogeräte und Kinderspielzeug. Kurz vor der Pause gabs dann nochmals ein Lebenszeichen von Göztepe, aber der Schuss von Deniz Kadah war keine echte Herausforderung für Kirintili im Tor von Konya. Damit ging es dann auch in die Halbzeit.

Kam Göztepe zurück ins Spiel?

Die Gäste kamen nach der Pause hochmotiviert aufs Feld zurück und man merkte ihnen an, dass sie den Rückstand drehen wollten. Es wurde in den Anfangsminuten der zweiten Hälfte ein offener Schlagabtausch und das bessere Ende hatte tatsächlich Göztepe. Andre Castro hatte das feine Auge für seinen Mitspieler Yasin Öztekin und der ließ sich beim Eintüten nicht beirren - 1:1 in der 54. Spielminute. Und das Tor gab den Gästen Drive, die hier die Chance auf mehr als nur einen Punkt witterten. Wieder und wieder versuchte sich Izmir nach vorne zu arbeiten. Das Problem der Gäste blieb die Schussgenauigkeit. Von 10 Knallern bis zur 80. Minuten gingen gerade einmal zwei auf die Kiste von Kirintili.

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Was würden die letzten zehn Minuten im Match bringen? Izmir versuchte sich weiter mit langen Bällen, Konya wollten den Heimpunkt nicht aufs Spiel setzen und setzte auf "kontrollierte Offensive". In der 85. Minute hatte Göztepe eine schöne Konterchance, aber der Referee sah die Abseitsposition richtig. Die Punkteteilung würde, wenn es auch nach dem Abpfiff beim 1:1 bliebe, Konya mehr helfen als Göztepe. Aufregung in der 89. Minute. Angriff Konya. Adis Jahovic zog in die Box und wurde gestoppt. Er fiel auf "dramatische Weise" und wollte den Elfer. Aber das war zu offensichtlich. Es blieb zuerst beim Eckball, denn Beto verkürzte hervorragend den Winkel für Jahovic. Und dann wurde der Video-Schiedsrichter wach - mal wieder. Der wollte ein Foul von Kadu verortet haben. Und es gab, wie zu erwarten, den Elfer. Die Frage war und bleibt, traf Kadu zuerst den Ball oder Jahovic? Vielleicht hätte der VAR auch mal schauen sollen, ob Jahovic im Abseits war. Die Süper Lig hat, das wird immer deutlicher, qualitativ ein ganz massives Schiedsrichterproblem. Es gab Gelb für Kadu und da er schon vorbelastet war, durfte er runter.

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Und manchmal gibt es dann tatsächlich etwas wie einen Fußballgott. Nejc Skubic trat gegen Beto an. Der ahnte die Ecke, tauchte ab und killte den Elfer - sauber gehalten und ausgleichende Gerechtigkeit. Sechs Minuten gab es oben drauf. In der 98. (!) Minute dann nochmals die Chance für Jahovic mit einem Flugkopfball, der aber aus fünf Metern drüber ging. Nach neun Minuten Nachspielzeit statt der angekündigten sechs Minuten war dann doch mal Schluss und es gab eine Punkteteilung in Konya.

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