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Göteborg - Europäische Hauptstadt des intelligenten Tourismus 2020

20.1.2020 10:41 Uhr

Europäische Hauptstadt des intelligenten Tourismus kann eine Stadt werden, wenn sie in vier Kategorien innovative, tourismusfreundliche Maßnahmen ergreift und umsetzt. In den Kategorien Erreichbarkeit, Nachhaltigkeit, Digitalisierung sowie Kulturerbe konnte sich Göteborg, die zweitgrößte Stadt Schwedens, zusammen mit dem spanischen Málaga durchsetzen. Die beiden Städte lösen Helsinki und Lyon ab, die als erste Städte überhaupt mit diesem Titel ausgezeichnet wurden.

Die Initiative wurde vom Europaparlament ins Leben gerufen und durch die Europäische Kommission implementiert, um die durch den Tourismus beförderte Entwicklung von touristischen Reisezielen zu stärken. Damit sollen das Wirtschaftwachstum angekurbelt und Arbeitsplätze geschaffen werden.

35 Länder der Europäischen Union waren für das Jahr 2020 im Rennen um diesen Titel. Neben Göteborg und Málaga wurden vier weitere Länder in den einzelnen Kategorien ausgezeichnet, darunter Karlsruhe in der Kategorie Kulturelles Erbe. Doch für den großen Titel hat es für die süddeutsche Stadt in diesem Jahr nicht gereicht, da die Anforderungen in den weiteren Kategorien nicht erfüllt wurden. So können Karlsruhe und andere Städte in diesem Jahr einen genauen Blick auf die beiden Gewinner werfen und deren Programme an Aktivitäten, wie von der Europäischen Jury angeregt, als Vorbilder für eigene Maßnahmen nehmen.

Hafenstadt mit Geschichte, Geschmack und Flair

Beim Gedanken an Schweden ist einem bisher zuerst Stockholm eingefallen. Als Hauptstadt des intelligenten Tourismus bekommt Göteborg nun die gebührende Aufmerksamkeit. Die Stadt an der Westküste beheimatet Schwedens größten Hafen, der allein auch schon verschiedene Attraktionen bietet. Im maritimen Erlebnispark „Maritiman“ können zwanzig historische zivile und militärische Schiffe besichtigt und erkundet werden. Besonders beliebt ist das U-Boot, für dessen Besichtigung man etwas klettern können muss. Vom „Lippenstift“ aus, einem Turm am Hafen, hat man eine wunderbare Aussicht auf die Stadt.

Hauptsache gemütlich

Das Stadtzentrum Göteborgs ist von Kanälen und Brücken geprägt. Besonders „mysig“ (dt. gemütlich) geht es im Stadtteil Haga zu, in dessen bunten Holzhäusern sich entspannte Cafés und Bars, Vintage-Shops und Antiquitäten-Handlungen angesiedelt haben. Für eine „Fika“, eine Kaffeepause, empfiehlt sich ein Besuch im Café Husaren. Bekannt ist es nicht allein für sein pittoreskes Ambiente, sondern auch für seine wahrscheinlich weltgrößten Zimtschnecken. Wer nach einer Zimtschnecke noch nicht satt ist, kann in der Saluhalle weiterschlemmen und den Geschmacks Schwedens erleben. Alternativ kann man einen von zahlreichen Foodtrucks ansteuern, Elchfleisch oder Rentiersandwiches, Köttbullar oder Lachs probieren. Unbedingt besuchen sollte man auch die Feskekörka – die Fischkirche, in der nie ein Gottesdienst stattgefunden hat. Seit 1874 dient sie als Fischrestaurant und Fischmarkthalle.

Vielfältige Freizeitmöglichkeiten

Für Abwechslung sorgen der Vergnügungspark Liseberg, der sich in der kühlen Jahreszeit in eine Winterwelt verwandelt, sowie die prächtige Einkaufsstraße Kungsportsavenyn, der botanische Garten, verschiedene Stadtparks und das Kunstmuseum. Im weitläufigen Slottkogen Park, der so bezeichneten „grünen Lunge der Stadt“ finden nicht nur Open-Air-Konzerte statt, dort kann man auch Sport treiben und Elche beobachten. Nicht zuletzt fahren von Göteborg aus Boote zu den im Meer verstreuten Dörfern der romantischen Schäreninseln.

(jk)

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