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Gaming wird mobil: So gibt es vollen Spielspaß über das Smartphone

6.4.2020 15:59 Uhr

Handyspiele liegen voll im Trend. Der Alltag wird immer mobiler und moderne Smartphones werden nicht nur als tragbares Büro genutzt, sondern auch für die Freizeitgestaltung. Die Auswahl an Handyspielen wächst, ebenso wie die Komplexität und Bildgewalt der angebotenen Games. Wer mehr zocken möchte als ein einfaches Match-Three, braucht allerdings auch ein Endgerät, das den neuen Möglichkeiten auf dem mobilen Spielemarkt gewachsen ist.

Smartphones sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Vorbei sind die Zeiten, in denen das Handy ein mobiles Telefon war, mit dem sich bestenfalls noch Textnachrichten verschicken ließen. Moderne Smartphones sind tragbare Computer, die nicht nur als Kommunikator und Organizer gewaltige Fortschritte gemacht haben. Mittlerweile können sie auch in vielen anderen Bereichen Endgeräte wie Computer, Laptop oder Tablet ersetzen. So verwendet beispielsweise jeder zweite User inzwischen das Handy für Bankgeschäfte.

Handyspiele und Apps zur Freizeitgestaltung haben sich zu einem riesigen und dauerhaft boomenden Markt entwickelt, auf dem fast täglich Neuerungen auftauchen. Die Auswahl an Spielen oder Gaming-Apps ist gewaltig. Vom Rätselspaß über Actionspiele bis hin zu Egoshootern gibt es fast alles im Google-Playstore oder iOS-Shop.

Ein recht neuer aber schnell wachsender Markt im Bereich der Spielanwendungen für Smartphones sind auch Online-Casinos und Glücksspiel-Apps. Wer also Pokerprofi werden möchte, kann ganz bequem überall und sogar mit Echtgeldeinsatz spielen. Die 888poker App beispielsweise gibt es für alle iOS und Android Geräte.

Echte Dauerbrenner sind Spiele wie Fortnite, Pokémon Go oder Minecraft. Sogar als Multiplayer sind verschiedene Spielvarianten verfügbar. Mit solchen Spielmodi wächst die Komplexität der angebotenen Spiele natürlich beträchtlich. Ist das für ein handelsübliches Smartphone überhaupt noch leistbar, ohne auf Qualität verzichten zu müssen? Die Antwort auf diese Frage lässt sich nicht in einem Nebensatz abhandeln.

Taugt das Smartphone als mobile Spielekonsole?

Wer sein Smartphone auch oder vorwiegend für mobile Spiele nutzen möchte, stellt andere Ansprüche an sein Endgerät als jemand, den das Handy überwiegend im Business begleitet. Es macht schließlich wenig Spaß, wenn mitten im Spiel die Verbindung abbricht, der Spielfluss ruckelt oder die Grafik nur noch eingeschränkt zur Verfügung steht. Begeisterte Gamer erwarten von ihrem Smartphone eine ebenso umfangreiche Spielqualität wie von ihrem Gamingrechner zu Hause. Damit liegt die Messlatte für die modernen Endgeräte ziemlich hoch und stellt Spieleentwickler ebenso ständig vor neue Herausforderungen wie die Entwickler moderner Smartphonetechnologien.

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Eine gute Nachricht für Spielefans gibt es vorab: Die üblichen Probleme am PC wie überlastete Server, Hänger oder Aussetzer im Spielfluss sind beim Spielen über das Smartphone grundsätzlich nicht zu erwarten. Moderne Handyspiele, die per App oder Software auf das Gerät geladen werden können oder direkt über den Browser zu bedienen sind, werden grundsätzlich so konzipiert, dass sie mit den Voraussetzungen auf einem handelsüblichen Smartphone zurechtkommen. Aktuelle Spielvarianten sind sogar so fortschrittlich, dass sie die Systemvoraussetzungen auf dem Endgerät erkennen und die Spezifikationen der einzelnen Spielmodi an die vorhandenen Ressourcen anpassen. Da werden Grafikoptionen heruntergeschraubt, Texturen angepasst und Auflösungen reduziert. Ein flüssiger Spielverlauf kann dadurch jederzeit gewährleistet werden, für echte Gamer wird das aber schnell zum faulen Kompromiss.

Wer sich beim Spielen auf dem Smartphone nicht einschränken möchte, sollte von Anfang an nach dem richtigen Endgerät greifen. Diese Technologien machen das Smartphone zur Spielekonsole.

Auf die Hardware kommt es an

Auch wenn alle modernen Smartphones grundsätzlich gamingfähig sind, gibt es gravierende Unterschiede im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit der einzelnen Hardwarekomponenten. User, die ihr Smartphone nicht nur als Organizer und Telekommunikationsgerät verwenden möchten, sondern großen Wert auf ungetrübten Spielspaß legen, sollten bereits beim Kauf auf die richtigen Teile setzen.

Diese Hardwarekomponenten machen ein Smartphone zur mobilen Spielekonsole:

1. Chipsatz

Ein leistungsstarker Chipsatz bildet die Grundlage für ungetrübten Spielspaß auf dem Smartphone. Das Internetpportal AndroidPIT empfiehlt diese Komponenten:

  • Qualcomm Snapdragon 820 oder höher

  • Samsung Exynos 88** oder 98**

  • HiSilicon Kirin 970 oder höher

2. Grafikeinheit (GPU)

Ein gutes Spiel, ganz gleich, ob auf dem Handy oder auf dem PC, lebt von seiner Grafik. Die aktuellen Computer- und Handyspiele sind wahre Kunstwerke der virtuellen Realität und bringen Pixel in hochauflösender HD-Qualität beinahe lebensecht auf den Bildschirm. Wer den vollen Spielspaß haben möchte, verzichtet natürlich nicht gerne auf eine exzellente Grafik.

Gute Gaminghandys sollten deshalb eine High-End-Grafikeinheit mitbringen. Unter einer Adreno 530 geht nichts. Noch besser sind die Adreno-Varianten 540, 630 oder 640. Auch mit einer Mali-G72 oder Mali-G76 lassen sich brillante Grafikergebnisse erzielen.

3. Display

Die beste Grafik nutzt nichts, wenn sie nicht die passende Leinwand bekommt. Für vollen Spielgenuss sollte das Display des Smartphones nicht zu knapp bemessen sein. Gute Gaminghandys haben eine Displaygröße von mindestens 6,3 bis 6,5 Zoll, natürlich in Full HD.

4. Arbeitsspeicher (RAM)

Ein ausreichend großer Arbeitsspeicher sorgt dafür, dass nicht nur das aktuelle Spiel störungsfrei läuft, sondern auch noch genügend Kapazität vorhanden ist, um grundlegende Funktionen des Endgerätes aufrechtzuerhalten. So werden beispielsweise Telefonate weiterhin zuverlässig durchgestellt und auch Messenger oder E-Mail-Programme funktionieren im Hintergrund des Spiels durchgehend weiter.

Ein ausreichend großer Arbeitsspeicher sollte mindestens 4 GB betragen. Etwas mehr kann vor allem bei anspruchsvolle Spielvarianten nicht schaden. Die meisten modernen Smartphones verfügen glücklicherweise standardmäßig über einen Arbeitsspeicher von 4 GB.

5. Interner Speicher

Die High-End-Handyspiele unserer Zeit sind echte Datenmonster. Auch wenn nicht jedes Spiel vollständig auf das Endgerät heruntergeladen werden muss, um genutzt werden zu können, ist ein großer interner Speicher eine unverzichtbare Hardwarekomponente für Gaminghandys. Fortnite beispielsweise, der Dauerbrenner unter den Handyspielen, erfordert mindestens 4 GB an freiem internem Speicher. Insgesamt sollte das Endgerät mit mindestens 64 GB internem Speicher aufwarten können, damit die Festplatte nicht sofort überfüllt ist und verschiedene andere Funktionen lahmgelegt werden.

6. Ein Akku der Spitzenklasse

Akkus waren lange Zeit der Schwachpunkt der modernen Smartphonetechnologie. Aufgrund der komplexen Funktionswiese der Endgeräte hielten die meisten Energiespeicher nicht lange durch. Ein Tag im Normalbetrieb, bei intensivem Spielen sogar nur ein paar Stunden. Die Kritik an den noch nicht ausreichend leistungsfähigen Akkus hielt sich hartnäckig. Inzwischen ist es den Entwicklern gelungen, Batterien auf den Markt zu bringen, die deutlich länger durchhalten. In einem Smartphone, das vornehmlich zum Spielen genutzt werden soll, ist ein Akku mit 4.000 mAh und Schnelllade-Technologie zu empfehlen.

Fazit

Was die Ausstattung eines Gaminghandys angeht, sind die Skalen natürlich in jeder Hinsicht nach oben offen. Das betrifft sowohl die Leistungsfähigkeit der einzelnen Komponenten als auch den Preis. Wer Wert auf optimale Spielqualität legt, kann durchaus ein hübsches Sümmchen auf den Verkaufstisch legen. Je nach den persönlichen Bedürfnissen und Vorlieben lohnt sich ein dezidiertes Gaminghandy allerdings nicht immer. Bei der Kaufentscheidung kommt es darauf an, welche Spiele bevorzugt genutzt werden sollen und welche Anforderungen an die jeweilige Performance gestellt werden. Moderne Smartphones verfügen meist auch in der Standardvariante über äußerst leistungsfähige Technologien und können auch im mittleren Preissegment durchaus überzeugen.

(Hürriyet.de)

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