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Galatasaray zum 23. Mal im Pokalfinale

25.4.2019 21:13 Uhr, von Anil P. Polat

Galatasaray greift nach dem 18. Pokalsieg der Vereinsgeschichte. Die "Löwen" schalteten ihren Gegner Evkur Yeni Malatyaspor nach dem 0:0 im Halbfinal-Hinspiel in Istanbul mit einem äußert klaren 5:2-Auswärtssieg problemlos aus und träumen so auch weiterhin vom Double in der Türkei. Es ist bereits die 23. Endspielteilnahme des Rekordsieger im türkischen Pokal.

Die Partie begann ereignisreich. Zunächst scheiterte Malatyas Guilherme Marques (3.) an Galatasaray-Hintermann Fernando Muslera, nur damit Martin Linnes (5.) nur 120 Sekunden später nach Pass in die Gasse von Henry Onyekuru zur frühen 1:0-Führung für die Gäste aus Istanbul traf. Ab diesem Zeitpunkt war klar, es würde keine Verlängerung mehr geben, da das Hinspiel 0:0 im Türk Telekom-Stadion endete. Malatyaspor war also offensiv gefordert und wurde nach und nach aktiver.

Marcao verletzt raus – Feghouli mit dem Hammer

Winterneuzugang Aboubakar Kamara probierte es mit einem harten Schuss knapp außerhalb des Strafraums. Die FC Fulham-Leihgabe fand seinen Meister allerdings in GS-Keeper Muslera, der den Ball über die Latte zur Ecke ablenkte. In der 32. Minute verletzte sich Innverteidiger Marcao beim türkischen Rekordpokalsieger und wurde durch Mittelfeldmann Selcuk Inan (33.) ersetzt. Trainer Fatih Terim stellte somit seine Taktik um und beorderte Fernando noch ein Stück weiter nach hinten.

Dann kam der Auftritt von Sofiane Feghouli (38.). Der formstarke Algerier wurde an der Strafraumgrenze mutterseelenallein gelassen, bekam die Pille und ließ sich nicht lange bitten. Der 29-Jährige hielt drauf, ein Schuss wie ein Strahl, und der Ball ging genau ins Eck. Unhaltbar für Fabien Farnolle. Das 2:0 kam quasi einer Vorentscheidung gleich. Zwar wurde eine VAR-Kontrolle durchgeführt, die das Spiel für mehrere Minuten unterbrach. Scheinbar wurde für die Situation vor dem Tor eine Abseitsüberprüfung vorgenommen. Doch der Treffer zählte am Ende.

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14 Minuten Nachspielzeit – Malatya verkürzt dank Handelfmeter

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte – es wurden sieben Minuten angezeigt und am Ende 14 gespielt – scheiterte Mbaye Diagne (45.+6) nach einem Patzer der Abwehr am eigenen Unvermögen und vertändelte den Ball. Auf der Gegenseite leistete sich Christian Luyindama bei einem Klärungsversuch dann ein klares Handspiel. Wieder wurde die Begegnung lange unterbrochen, bis Schiedsrichter Alper Ulusoy nach Begutachtung der Videoaufnahmen den Elfmeter gab. Muslera kassierte für Reklamieren die Gelbe Karten. An der Endscheidung änderte dies wenig. Den Strafstoß führte Danijel Aleksic (45.+14) aus und verkürzte sicher auf 1:2. Mit diesem kleinen Hoffnungsschimmer für die Hausherren ging es in die Halbzeitpause.

Onyekuru mit Doppelpack - Mitroglou sticht als Joker

Doch Galatasaray sorgte im zweiten Durchgang schnell wieder für klare Verhältnisse. Einen missglückten Abschlag von Farnolle spielte Badou Ndiaye direkt in den Lauf von Henry Onyekuru (58.). Der Nigerianer umkurvte den Torwart der Gastgeber wie eine Slalomstange und schob locker zum 3:1 für Galatasaray ein. Für seinen Torjubel sah der 21-Jährige allerdings unnötig die Gelbe Karte. Der Leihspieler vom FC Everton machte dies aber schnell wieder vergessen, als er in der 74. Minute seinen Doppelpack schnürte. Feghouli setzte nach einem Konter Onyekuru klasse in Szene, der Flügelspieler schloss genauso schön zum 4:1 ab. Der eingewechselte Konstantinos Mitroglou (84.) baute den Spielstand weiter aus. Der griechische Joker markierte unmittelbar nachdem er ins Spiel kam in bester Stürmer-Manier das 5:1. Den Schlusspunkt setzte aber Malatyaspor. Nach hoher Hereingabe von Aleksic köpfte Defensivmann Arturo Mina (89.) zum 2:5 ein, was nur noch Ergebniskosmetik war. Im Finale trifft Galatasaray am 16. Mai in Sivas auf Titelverteidiger Teleset Mobilya Akhisarspor.

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Aufstellungen

EY Malatyaspor: Farnolle – Chebake, Mina, Akca, Cehavir – Yildirim (67. Ildiz), Donald, Aleksic, Guilherme, Büyük (67. Sismanoglu) – Kamara (78. Tozlu)

Galatasaray: Muslera – Mariano, Luyindama, Marcao (33. Inan), Linnes – Fernando, Donk, Ndiaye, Feghouli (76. Akbaba), Onyekuru – Diagne (81. Mitroglou)

Tore: 0:1 Linnes (5.), 0:2 Feghouli (38.), 1:2 Aleksic (45.+14, Handelfmeter), 1:3 Onyekuru (58.), 1:4 Onyekuru (74.), 1:5 Mitroglou (84.), 2:5 Mina (89.)

Gelbe Karten: Yildirim, Aleksic, Kamara (Malatyaspor) – Feghouli, Muslera, Onyekuru (Galatasaray)

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