DHA

Galatasaray verspielt gegen Ankaragücü eine 2:0-Führung

14.12.2019 21:02 Uhr, von Chris Ehrhardt

Das Abendspiel am Samstag in der türkischen Süper Lig bestritten Galatasaray Istanbul und Ankaragücü.html">MKE Ankaragücü. Gegen den Tabellenletzten aus der Hauptstadt der Türkei stand für die Löwen auf dem Programm, den Fans nach dem sang- und klanglosen Ausscheiden aus der Champions League einen Sieg zu schenken. Als Wiedergutmachung. Doch am Ende stand Cimbom mit einem 2:2 nach einenr 2:0-Führung da wie ein begossener Pudel. Wie lange wird Trainer Fatih Terim noch zu halten sein?

Für den türkischen Rekordmeister Galatasaray ging es im Samstagabendspiel der Süper Lig um Frustbewältigung. Zuerst das Ende in der Champions League mit einer deftigen 5:0-Klatsche bei Paris Saint-Germain. Dann die Suspendierung unter der Woche des französischen Weltmeisters Steven N’Zonzi. Da war reichlich zusammengekommen. Entsprechend agil starteten die Löwen – ohne jedoch Zählbares dabei zu produzieren. Es war einfach alles schlecht. Das Timing der Zuspiele, die Genauigkeit, das Stellungsspiel, die Abschlüsse. Gut für die Löwen, dass Ankaragücü in der ersten Hälfte vor Ehrfurcht fast erstarrte. So ging es dann mit einem enttäuschenden 0:0 in die Katakomben.

Ist Fatih Terim noch der richtige Trainer?

Mit dem Wiederanpfiff zog der Rekordmeister die Taktzahl nochmals nach oben. Doch auch hier zeigten sich wieder gravierende Schwäche bei der Genauigkeit im Abschluss. In der 53. Minute gab es dann doch Grund zum Jubel. Ömer Bayram servierte blitzsauber und dann stiegen Radamel Falcao und Sofiane Feghouli hoch. Der Ball zappelte im Netz und Feghouli wurde als Torschütze geführt – 1:0. In der 73. Minute musste bei Ankara Dever Orgill vorzeitig den Platz verlassen – Gelb-Rot nach zwei gelben Karten. Als dann in der 83. Minute noch Younes Belhanda zum 2:0 vom Punkt traf – Taylan Antalyali war in der Box von Ante Kulasic gelegt worden – dachte niemand im weiten Rund mehr daran, dass die Partie noch kippen könnte.


Doch genau das passierte. Marcao stellte sich im Strafraum selten dusselig und ungeschickt an. Da konnte Schiedsrichter Ali Sansalan gar nicht anders handeln, als in der 88. Minute auf den Punkt zu zeigen. Die Chance zum Anschlusstreffer ließ sich Ilhan Parlak nicht entgehen – 2:1. Doch es kam noch schlimmer. In der Nachspielzeit kombinierte sich Ankaragücü fein nach vorne und Ilhan Parlak fand mit seinem Zuspiel den Griechen Stelios Kitsiou, der da nicht zweimal bitten ließ – 2:2. Man sah den Löwen die Entgeisterung und den Schock in den Gesichtern an. Das Dingen hatten sie in Gedanken bereits abgehakt. Das Spiel reiht sich aber in das Versagen des Rekordmeisters ein und hier wird man in der Winterpause nicht daran vorbeikommen, auf die T-Frage zu stellen: Schafft es der Trainer noch, ein schlagkräftiges Team zu Höchstleistungen zu motivieren?


0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.