DHA

Galatasaray unterlieg PSG nur knapp

1.10.2019 23:02 Uhr, von Chris Ehrhardt

Galatasaray Istanbul gegen Paris Saint-Germain in der Champions League – oder mit anderen Worten: Wenn du theoretisch auf dem Papier keine Chance hast, dann solltest du sie nutzen. Unter diesem Motto wird die Partie der Löwen für Trainer Fatih "Imperator" Terim gestanden haben. Und am Ende hätten die Löwen aus Istanbul beinahe die "Nicht-Chance genutzt, denn die 0:1-Niederlage gegen das hochkarätige Team aus der französischen Hauptstadt war ein echter Achtungserfolg für das Team vom Bosporus.

In der ersten Hälfte zeigte sich Beginn, dass PSG absolut ambitioniert zur Sache ging. Viel Druck auf den Gegner, viel Druck hinter den Ball. Und nach wenigen Minuten hatten sich die Hauptstädter aus Frankreich bereits einige Male vor dem Kasten von Muslera sehen lassen. Aber entweder wurde knapp verzogen oder Muslera im Kasten fischte Kracher weg. Wie zum Beispiel eine Direktabnahme von Angel di Maria, die er in Weltklassemanie aus dem Kreuzeck fischte. Das Problem bei Galatasaray war, dass den Spieler der Respekt vor dem Meister der Ligue 1 förmlich anzusehen und zu riechen war. Körperlich spürbar. Sie brachten wenig zustande und das nicht nur, weil Paris hinten dicht stand. Das war die schiere Ehrfurcht.


Trotzdem behauptete sich das Team hinten gut gegen die Stars aus Frankreich. Da stand man dicht, denn Luyindama macht einen erstklassigen Job gegen di Maria. Es wurde vielbeinig verteidigt, sehr diszipliniert in der Abwehr gestanden und so schlich die Zeit von der Uhr. So schafften es die Löwen tatsächlich, mit einem Kraftakt ein torloses Remis in die Kabine zu nehmen. Eine Leistung, die niemand erahnt hätte. Der allgemeine Tenor war: Man würde bis zum 0:2 schauen und das könnte eigentlich nur rund 15 Minuten dauern.

In den Sturmwirbel der Löwen fiel das eine Tor für PSG

In der zweiten Hälfte zeigten sich die Löwen wie verwandelt. Plötzlich versuchte man tatsächlich, das Spiel zu machen und Paris unter Druck zu setzen. Das sah sogar gut aus und man holte Optionen raus. Doch wenn du vorne marschierst, ergibt das auch Lücken bei einer Klasse-Mannschaft wie PSG. Und das nutzte man in der 52. Minute. Auf dem rechten Flügel setzte Verrati blitzgescheit Sarabia ein und der zog mit Druck in die Box. Innen war hervorragend Icardi mitgelaufen und den spielte Sarabia an. Der Argentinier musste nur noch den Schlappen hinhalten – 0:1. Die Löwen wurden wütend und versuchten dann, schnell einen Treffer zu erzielen. In der 56. Minute war es dann Radamel "el Tigre" Falcao, der einen Kopfball versuchte und Navas damit bezwingen konnte – nicht aber Marquinhos, der auf der Linie, der für seinen Keeper absicherte. Das war knapp!


Nur zwei Minuten später sah es wieder gut aus, aber Ryan Babel wollte mit eigensinnig mit dem Kopf durch die Wand. Hätte er hervorragend positionierten Belhanda gesehen, das wäre wohl der Ausgleich gewesen. Galatasaray war dran und tatsächlich auf Augenhöhe mit den Franzosen. Trainer Tuchel wollte dann wohl mehr Tore und brachte Mbappe und Choupo-Moting. Doch Galatasaray hielt weiter dagegen und schlich sich immer wieder nach vorne. PSG versuchte seinerseits die Lücken zu nutzen, aber auch das gelang nicht. So blieb es am Ende bei einer knappen 0:1-Niederlage der Löwen, die das Team sich hart erkämpft hat.

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.