DHA

Galatasaray und Fenerbahce mit Remis in heißem Interkontinental-Derby

27.9.2020 20:11 Uhr, von Chris Ehrhardt

Den Abschluss des Spieltages am Sonntag in der Süper Lig machte das Interkontinental-Derby zwischen Galatasaray und Fenerbahce in Istanbul. Europa gegen Asien. Cimbom hatte dabei das Handikap – oder den Vorteil? – bereits am Donnerstag in der Qualifikation gespielt und gewonnen zu haben. Überraschend, wie weite Wege die Löwen trotzdem in diesem intensiven Spiel ging, was am Ende ein leistungsgerechtes Remis brachte. Und das trotz aller Intensität keine Platzverweise sah, auch wenn es elfmal den gelben Karton gab.

Beide Teams waren mit dem Anpfiff hellwach und suchten nach Möglichkeiten, die gegnerische Hintermannschaft zu knacken. Dabei hatten die Hausherren zweifelsfrei mehr vom Spiel – am Ende der ersten 45 Minuten stand das Verhältnis beim Ballbesitz bei 60 zu 40 zu Gunsten der Löwen. Die Kanarienvögel standen recht sicher in der Abwehr und Cimbom agierte teilweise etwas umständlich. In der 36. Minute dachte Galatasaray, es würde einen Grund zum Jubel geben – Sofiane Feghouli hatte eingenetzt. Doch Fenerbahce blieb entspannt, denn Feghouli stand im Abseits, als Younes Belhanda ihn anspielte. Korrekte Entscheidung: Kein Tor. Zwischenzeitlich spielte sich auch Fener häufiger nach vorne und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, dem aber die Tore fehlten. So ging es mit einem torlosen Remis in die Kabine zum Pausentee.

Auch die zweiten 45 Minuten wurden recht intensiv von beiden Teams geführt. Das aber in der Form, dass man in wesentlichen Teilen darauf bedacht war, sich gegenseitig möglichst zu neutralisieren. Das gelang beiden Mannschaften, die auf Augenhöhe operierten, auch sehr gut. Echte Torchancen waren darum Mangelware. Während Galatasaray weiterhin beim Ballbesitz dominierte, war Fenerbahce auf nahezu identischem Niveau bei den Zweikämpfen besser. Cimbom setzte mehr Schüsse auf den Kasten der Kanarienvögel, dafür hatten Fenerbahce mehr Schussversuche. Es waren bis weit in die 80. Minute zwei Teams auf einem Level, die sich nichts schenkten. Ab dem Moment war auch recht klar, dass es hier wahrscheinlich auf ein torloses Remis hinauslaufen würde, da sich kein Team in diesem intensiven Match entscheidende Vorteile erarbeiten konnte. So blieb es dann am Ende auch beim leistungsgerechten 0:0 zwischen zwei ambitionierten und kampfstarken Mannschaften am Bosporus.


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