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Galatasaray siegt bei Rizespor in Überzahl

11.5.2019 17:14 Uhr, von Chris Ehrhardt

Den Auftakt des 32. Spieltages der türkischen Süper Lig am Samstag machte auch direkt ein Spiel von größter Bedeutung für die Meisterschaft. Galatasaray Istanbul, seit letzter Woche wieder Tabellenführer, musste bei Rizespor antreten. Um die Verfolger auf Distanz zu halten, war ein Sieg Pflicht. Und es wurde ein spannendes Spiel, bei dem Galatasaray am Ende das Glück des Tüchtigen hatte und 3:2 in Rize gewinnen konnte. Damit bleiben die Löwen an der Tabellenspitze.

Die Löwen kamen sehr gut in die Partie bei Rizespor. Schon in der 9. Minute klingelte es mächtig im Karton. Henry Onyekuru hielt den Ball schön auf der linken Angriffsseite der Löwen, sah in der Mitte mit einem guten Auge Sofiane Feghouli in die Box stürmen und das Zuspiel wurde vom Franko-Algerier herrlich verarbeitet – Schlenzer ins Tor und 0:1. In der Folgezeit wurde Rizespor dann aktiver.


In der 31. Minute fast der Ausgleich. Mykola Morozyuk nagelte den Ball ans Gehölz – das hätte das 1:1 sein können. In der 37. Minute dann reichlich Aufregung. Der VAR musste ran, nachdem im Strafraum von Rizespor ein Foulspiel aufgefallen war. Mohamed Abarhoun wischte seinem Gegner Ryan Donk durchs Gesicht und das gab dann auch den Elfer nebst Gelb, nachdem sich Referee Serkan Cinar die Szene anschaute. Diagne trat an und nagelte den Ball an den Pfosten. Danach war die Kugel zwar im Netz – aber eben nicht von Diagne geschossen, der hätte nachlegen müssen, nachdem der Ball vom Pfosten kam.

Später Ausgleich in der ersten Hälfte

Wobei hier "Pfosten" ein Stichwort ist. Denn als solche in Vollform stellten sich Schiedsrichter Serkan Cinar und das VAR-Team heraus. Der Schiri pfiff zwar korrekt das Tor nach dem Elfmeter weg, aber der den Elfer hätte zwingend wiederholen lassen müssen. Nicht können, nicht sollen - müssen. Während Diagne anlief, waren drei oder vier oder gar fünf Verteidiger von Rize schon quasi auf einer Höhe mit ihm. Das ist eindeutig auch in der Türkei regelwidrig und bedingt zwingend die Wiederholung des Elfmeters. Das wissen aber im Normalfall auch Schiedsrichter, die auf der Ebene der Kreisliga pfeifen dürfen. Dass Herrn Cinar und dem VAR-Team das unbekannt zu sein scheint, wirft kein gutes Licht auf sie und macht sie im Grunde überflüssig.

Während Galatasaray noch berechtigt lamentierte, dass der Elfer hätte wiederholt werden müssen, schaltete Rizespor erneut um und auf Angriff. Das wurde in der 45. Minute belohnt, als Vedat Muriqi unhaltbar traf – 1:1. Damit ging es in die Pause.

Knallharte zweite Hälfte - Rizespor trifft in Unterzahl

In den zweiten 45 Minuten ging das Spiel hin und her. Galatasaray schaffte es dabei aber nicht, ausreichend druckt hinter den Ball zu bringen und den Gegner einzuschnüren. In der 67. Minute nagelte Braian Samudio das Runde für Rizespor erneut ans Gebälk. Und eben der Samudio durfte nur kurz später unter die Dusche. Er leistete sich gegen den eben erst für Ryan Donk eingewechselten Emre Akbaba ein übelse Foul, nach dem Akbaba mit der Ambulanz vom Platz geholt werden musste. Das war ganz übel.

(Bild: dha)

Nach dem Platzverweis drehte Rize erschreckenderweise nochmals auf, Galatasaray war konsterniert und kassierte dann folgerichtig die Kirsche. Schneller Angriff der Hausherren, die Löwen völlig neben der Spur und dann zwirbelte Aminu Umar in der 76. Minute das Runde ins Eckige. Damit lief die Zeit natürlich gegen die Gäste vom Bosporus.

Galatasaray drehte das Spiel in der Nachspielzeit

Galatasaray warf nun alles nach vorne. Dabei stellte man sich aber extrem ungeschickt an und war, das muss man so festhalten, kein Stück meisterwürdig. In der 90. Minute kam dann die ausgleichende Gerechtigkeit für den Elferaussetzer beim Schiedsrichter. Ein Kann-Elfer wurde für den türkischen Rekordmeister gegeben. Den setzte Diagne in die Maschen. Es war mutig, nach dem verschossenen Strastoß erneut anzutreten. In der siebten Minute der Nachspielzeit stieß Galatasaray Rizespor dann ins Tränental. Flanke und Mbaye Diagne war wieder zur Stelle - 2:3. Spiel gedreht. Dabei blieb es dann auch nach 103 Minuten und Galatasaray bleibt Tabellenführer - unabhängig davon, wie die Verfolger spielen. Der Schiedsrichter musste am Ende unter Polizeischutz den Platz verlassen.

Am kommenden Wochenende kommt es dann bei Galatasaray zum Showdown zwischen den Löwen und den Eulen: Galatasaray mit einem Heimspiel gegen Basaksehir.

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