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Galatasaray scheidet mit einem Remis in Lissabon aus

21.2.2019 22:53 Uhr, von Chris Ehrhardt

Galatasaray Istanbul musste bei Benfica Lissabon gewinnen und das nicht nur mit einem 1:0-Auswärtssieg. Mindestens zwei Tore musste das Team von Trainer Fatih Terim schießen und dabei ohne Gegentor bleiben, um ins Achtelfinale der Europa League einzuziehen. Eine Aufgabe, die alles, nur sicher nicht einfach werden würde. Das war den Löwen schon vor der Reise nach Portugal klar.

Ab der ersten Minute wurde in Lissabon klar, es würde ein sehr schweres Match für die Löwen vom Bosporus. Die ersten 20 Minuten gehörten ganz und gar den Portugiesen, die den Gegner deutlich dominierten. Dass es zu keinem Tor für die Hausherren kam, war mehr dem eigenen Unvermögen, denn den Abwehrkünsten von Galatasaray zu verdanken. Ab der 25. Minute zeigte sich dann auch Cimbom gelegentlich gewillt, Attacken zu fahren, die jedoch nicht von Erfolgen gekrönt wurden. Das lag vor allen Dingen daran, dass die Raumaufteilung von Benfica extrem gut war. Sie ließen den Gästen aus Istanbul kaum Luft und ganz besonders keine Räume, sich zu entfalten.

Die größte Gefahr für das eigene Tor mit Keeper Vlachodimos waren darum Standards von Galatasaray. Man merkte Befinca die gesamte Zeit an, sie wollten im eigenen Wohnzimmer den Sieg. Bei Cimbom fand gerade im Angriff wenig statt, was man als "zwingende Chance" hätte bezeichnen können. Es fehlte an Zug zum Tor und dass man etwas aus dem Ballbesitz – immerhin mehr als 53 Prozent in der ersten Hälfte – machte. So ging es mit einem 0:0 in die Pause – und das mit dem Gefühl, es müsse viel geschehen, dass es in Lissabon für Galatasaray zu zwei Toren reichen würde.

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Könnte Galatasaray das Ruder in Halbzeit zwei rumreißen?

Auch zu Beginn der zweiten 45 Minuten macht nichts - aber auch gar nichts - den Eindruck, dass Benfica das Zepter aus der Hand geben würde. Das Spiel wurde von den Hausherren ruhig kontrolliert und wenn Galatasaray einmal marschierte, wusste Lissabon das Bestreben zu unterbinden. In der 63. Minute keimte kurz Hoffnung bei den Löwen auf. Wieso? Nach gutem Zuspiel netzte Feghouli die Pille ein - aber er stand im Abseits. Würde sich Galatasaray nun freispielen? Nein, denn quasi im Gegenzug machte auch Lissabon eine Bude - und auch dieser Treffer zählte nicht. Vor dem Tor gab es ein Handspiel und das wurde sehr gut vom Team der Unparteiischen entdeckt. Das Spiel war nun ein richtig gut anzuschauendes Match, dem leider die Tore fehlten. Beide Teams drückten im offenen Schlagabtausch und beide Mannschaften versuchte, das Runde ins Eckige zu bringen. Und das muss manchmal einfach reichen. Auch wenn die Kugel nicht im Netz zappelt.

In der 75. Minute hätte es klingeln können, aber Vlachodimos konnte einen strammen Schuss von Onyekuru gerade noch so entschärfen. Galatasaray rannte weiter an. In der 84. Minute wieder Jubel bei Galatasaray. Doch auch der brandete nur kurz auf. Nakatomo mit der Flanke, Diagne mit dem Kopf und Vlachodimos wehrte ab. Aus dem Nichts kam Akbaba und netzte ein - doch Diagne soll vorher im Abseits gewesen sein. Das war eine ganz knappe Entscheidung, die man aber vertreten kann. Wenn du weiterkommen willst, musst du solche Buden einfach machen. Und so war es dann klar, dass Galatasaray nach drei Minuten Nachspielzeit mit leeren Händen zurück an den Bosporus fahren musste. Der aufopferungsvolle Kampf und das Unentschieden reichten dann leider nicht für mehr.

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