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Galatasaray mit Remis in Unterzahl gegen Aufsteiger Gaziantep

21.6.2020 23:07 Uhr, von Chris Ehrhardt

Das Spiel im eigenen Stadion gegen Aufsteiger Gaziantep wird den Coach von Rekordmeister Galatasaray Istanbul, Fatih Terim, um Jahre haben altern lassen. Bis zur 15. Minute der Nachspielzeit hatten die Löwen mit neun Feldspielern drei Punkte im Sack – dann traf der Rumäne Alexandru Maxim zum 3:3 für den Aufsteiger am Bosporus. Vorher hatte schon Kasimpasa das kleine Ortsderby von Istanbul gegen Fenerbahce glatt mit 2:0 gewonnen. Zeitgleich zu den Löwen trennten sich Konyaspor und Sivasspor mit 2:2. Sivasspor und Galatasaray sind damit als Verfolger des Spitzenduos Basaksehir und Trabzonspor etwas zurückgefallen.

Galatasaray überraschte mit der Aufstellung, die Radamel Falcao als einzige echte Spitze, dafür aber mit einem offensiven Dreier-Mittelfeld aus Henry Onyekuru, Emre Akbaba und Sofiane Feghouli sah. Die Hausherren starteten auch gut durch, aber Falcao scheiterte am Antep-Keeper Günay Güvenc. Doch plötzlich lag der Rekordmeister zurück. Papy Djilobodji besorgte in der 17. Spielminute nach einer Ecke mit dem Kopf die Gästeführung. Doch der Rekordmeister bäumte sich auf und wurde in der 36. Minute durch Falcao belohnt, der nach Vorarbeit von Feghouli einnetzte – 1:1. Noch vor der Pause klingelte es erneut im Kasten vom Aufsteiger, als Seri Belhanda in der 40. Minute auf 2:1 erhöhte. Das war auch der Pausenstand.

Der späte Ausgleich für Gaziantep bei Galatasaray

Direkt zu Beginn dezimierte sich der amtierende Meister in der 55. Minute selbst. Belhanda leistete sich einen bösen Schnitzer, den Ahmet Calik ausbügeln wollte und als letzter Mann für seine Notbremse den roten Karton sah. Damit war Cimbom dezimiert. Doch sie spielten es sehr clever und lauerten auf Konter. Von denen saß auch einer in der 66. Minute. Feghouli fasste sich ein Herz und donnerte den Ball in die Maschen – 3:1. Damit dachte man, das wäre es gewesen. War es aber nicht, denn der Aufsteiger drückte aufs Tempo. In der 78. Minute dann der Anschlusstreffer – 3:2. Und es wurde noch spannender. In der 4. Minute der Nachspielzeit großer Jubel bei den Gästen, denn der Nigerianer Olarenwaju Kayode hatte getroffen. Doch nach einer gefühlten Ewigkeit im Dialog mit dem VAR nahm der Schiedsrichter den Treffer zurück, da es vorher ein Foul im Spielaufbau gegeben haben sollte. Das war nicht mehr zu toppen? Doch, war und wurde es. In der 12. Minute der Nachspielzeit sägte der Nigerianer Jesse Sekidika, der für Falcao in der 80. Minute kam, den Rumänen Alexandru Maxim im Strafraum weg. Klarer Fall: Elfmeter. Zu dem trat der Gefoulte in der 15. Minute der Nachspielzeit selbst an und machte den Treffer – 3:3 und damit der Endstand in einem verrückten Spiel.

Kasimpasa gewinnt das kleine Ortsderby gegen Fenerbahce

Im kleinen Stadtduell von Istanbul am Nachmittag trafen am Goldenen Horn Kasimpasa und Fenerbahce aufeinander. Nachdem die Kanarienvögel im Pokal an Trabzonspor scheiterten, sollte gegen den Ortsrivalen Wiedergutmachung her. Daraus wurde aber eher nichts. Die Kanarien hatten zwar ein Abo auf den Ballbesitz, das aber ohne je echte Gefahr vor dem Tor der Heimmannschaft zu erzeugen. Kasimpasa machte das dann recht clever und wartete auf Fehler des Gegners. Die Chance bot sich unmittelbar nach Wiederanpfiff. Haris Hajradinovic hatte in der 55. Minute das gute Auge für Mame Thiam aus dem Senegal und der ließ Luiz Gustavo, den ehemaligen Bayern-Spieler, recht alt aussehen, um die Führung zu besorgen – 1:0. Fenerbahce drückte etwas mehr, brachte sich aber nicht in aussichtsreiche Positionen. In der 90. Minute jubelten die Kanarienvögel über den Ausgleich von Mevlüt Erdinc. Das Tor galt jedoch nicht, da zuvor Miha Zajc den Ball mit der Hand spielte und der VAR das richtig erkannte. In der 3. Minute der Nachspielzeit machte Kasimpasa dann durch Joker Yusuf Erdogan den Sack zu, der mit einem Klasse-Lupfer zum 2:0 und damit zum Endstand traf. Damit ist Kasimpasa seit vier Spielen in Serie als Sieger vom Platz gegangen.

Großer Jubel bei Kasimpasa

Auch das Spiel in Konya zwischen Konyaspor und Sivasspor war von einiger Brisanz. Immerhin gehört Sivas zum erweiterten Kreis der Titelaspiranten und war lange Tabellenführer. Das stellte in der 30. Minute Arouna Kone unter Beweis, als er zur Gästeführung traf – 0:1. Doch mit einem Doppelschlag bissen die Hausherren noch vor der Pause zu und drehten die Partien. In der 37. Minute war es zuerst Nejc Skubic, der das 1:1 besorgte und in der 44. Minute schlug Deni Milosevic zum 2:1 zu. Danach sah es ewig so aus, als würden die Gäste Federn lassen müssen, bis in der 90. Minute Petar Skuletic für Sivasspor das 2:2 erzielte. Damit bleibt Sivas oben dran und in Schlagweite.

Strafraum-Action bei Konyaspor gegen Sivasspor

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