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Galatasaray mit Last-Minute-Sieg bei Kayserispor

30.8.2019 22:36 Uhr, von Chris Ehrhardt

Die Aufgabenstellung für Vorjahresmeister Galatasaray Istanbul bei Kayserispor stand fest: Drei Auswärtspunkte mussten her, wollte man nicht schon nach drei Spieltagen von einem völlig verkorksten Saisonstart sprechen müssen. Dass es am Ende wirklich ein hart umkämpfter 3:2-Auswärtssieg wurde, hatte das Team von Trainer Fatih Terim Joker Adem Büyük zu verdanken, der erst in der 80. Minute eingewechselt wurde.

Die erste Hälfte kann man aus Sicht von Galatasaray getrost als gebrauchten Abend bezeichnen. Die Mannen von Fatih Terim kamen nicht gescheit hinter den Ball und waren nicht in der Lage, Druck auf Ball und Gegner auszuüben. So konnte Kayserispor genau das Spiel spielen, welches das Team bevorzugte. Das zahlte sich in der 37. Minute aus, als Pedro Henrique wenig überraschend nach einem kapitalen Bock von Luyindama dankend das Runde ins Eckige brachte – 1:0. Und es hätte noch schlimmer kommen können, wäre Kayseri im Abschluss nicht schrecklich überhastet gewesen. So ging es dann mit einem eher schmeichelhaften 0:1-Rückstand für den Rekordmeister in die Kabinen zum Pausentee.

Ein Spiel der roten Karten

In der zweiten Hälfte reagierte Fatih Terim und brachte Emre Mor für den eher enttäuschenden Mbaye Diagne. Ein Wechsel der sich auszahlte. Mit Mor kam mehr Bewegung und es wurden die Außenseiten weit besser besetzt. Daraus ergaben sich auch automatisch Chancen. Babel traf, aber die Bude wurden wegen Abseits weggepfiffen. Dann kam die nächste Chance, die auch in einem Tor von Ryan Babel auf Vorlage Mor endete und die wegen Abseits erneut weggepfiffen wurde. Doch bei der der nächsten Möglichkeit für Babel war mehr Glück dabei, denn in der 65. Minute sah der Unparteiische Mustafa Ögretmenoglu nach Rücksprache mit dem VAR und einer kleinen Videoshow ein elfmeterwürdiges Handspiel im Strafraum. Aymen Abdennour war der Übeltäter und er kassierte die Gelbe Karte – seinen zweiten Karton und damit ging es unter die Dusche. Younes Belhanda trat zum Strafstoß an und versenkte das Leder sicher – 1:1.


In der 73. Minute wurde Kayserispor weiter dezimiert, denn auch der Torschütze zur Führung, Pedro Henrique, durfte unter die Dusche. Mit zwei Mann in der Überzahl lief das Spiel der Löwen noch runder. Und so war es in der 87. Minute der überaus agile Ryan Babel, der Kayserispor ein Ei ins Nest legte – 1:2. Und das Kartenspiel ging weiter. In der 89. Minute holte sich Emre Mor den Karton ab und die Mannen von Terim hatten wieder nur einen Spieler Überzahl. Das nutzte in der ersten Minute der Nachspielzeit Umut Bulut und er stellte den Spielticker auf 2:2 – um sich drei Minuten später auch die Gelb-Rote abzuholen. Das war der vierte Platzverweis im Spiel und der dritte Spieler von Kayserispor, der vorzeitig vom Feld musste. Den erneuten Vorteil nutzten die Löwen in der neunten Minute der Nachspielzeit durch den eingewechselten Adem Büyük, der sehenswert quasi im Liegen ins Netz traf – 2:3. Damit hatte sich Galatasaray drei Auswärtspunkte hart erarbeitet und Emre Mor schon früh in der Saison seinen ersten Platzverweis erhalten.

Im zweiten Spiel am Freitagabend musste Ankaragücü nach Istanbul reisen und trat bei Kasimpasa an. Das Tor des Abends fiel bereits in der 23. Minute durch Ilhan Parlak und bescherte den Hauptstädtern drei Punkte in Istanbul.

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