DHA

Galatasaray mit Heimsieg gegen Sivasspor

18.10.2019 22:20 Uhr, von Chris Ehrhardt

Zum Auftakt des achten Spieltages in der türkischen Lig.html">Süper Lig traf am Freitagabend der Double-Gewinner der letzten Saison Galatasaray Istanbul vor heimischer Kulisse auf Sivasspor. Die Löwen hatten bisher nur zehn Punkte aus sieben Partien geholt und darum war klar, es würde gegen Sivas schon fast um die Wurst gehen – Sucuk natürlich. Und das Team von Fatih Terim riss sich am Riemen, brachte einen knappen 3:2-Heimsieg gegen die Gäste über die Zeit und sich damit vorläufig auf den zweiten Tabellenplatz.

Trainerfuchs Terim rührte seinen Kessel Buntes einmal kräftig durch. Er schien sich erinnert zu haben, dass er auch noch türkische Spieler im Team hat – auch wenn Emre Mor kein Türkisch spricht. Mit besagtem Emre Mor, Sener Özbayrakli, Ömer Bayram und Emre Tasdemir hatte der Imperator dann gleich vier Spieler mit türkischen Namen auf dem Feld – wobei Mor eher Däne ist und Bayram Holländer, der in Breda geboren wurde. Der Double-Sieger drückte in der Anfangsphase ziemlich aufs Gas und hatte bereits in der 5. Minute eine Super-Chance, als Ryan Babel an der Latte scheiterte. Das nahm Sivasspor zum Anlass, auch die Qualität des Alus zu testen – Mert Yandas nagelte einen Ball herzhaft ans Aluminium. Doch die erste Bude machten dann die Löwen: Der Rumäne Florin Andone marschierte einmal quer durch die Hintermannschaft der Gäste und zimmerte das Spielgerät mit Schmackes ins Kreuzeck – 1:0 in der 21. Spielminute. Und er legte sogar noch ein Ei nach. Erneut machte er den Ingmar Stenmark, umkurvte die Sivas-Abwehr wie Slalomstangen und dem Gabuner Aaron Appindangoye blieb nur das Foul als Rettungsmaßnahme. Andone übernahm die Aufgabe in der 42. Minute selbst und hatte etwas Glück, dass sein Elfer in die Mitte des Kastens nicht vom französischen Keeper Mamadou Samassa gehalten wurde – 2:0. Damit ging es dann auch in die Kabinen.


Gleich zu Beginn der zweiten 45 Minuten musste Sivasspor einen herben Dämpfer hinnehmen, denn der Ghanaer Isaac Cofie wurde mit dem zweiten gelben Karton vorzeitig unter die Dusche geschickt und Cimbom war in der Überzahl. Dass Teams in Unterzahl manchmal brandgefährlich werden, hatte sich aber wohl noch nicht bis zu den Löwen rumgesprochen. Die agierten nämlich recht sorglos. Und das rächte sich. Ugur Ciftci ließ die Löwenabwehr dumm aussehen, schibbelte die Kugel in die Mitte und da war dann der Ivorer Arouna Kone ziemlich unbeachtet im Fünfer – 2:1 und der Anschlusstreffer in der 69. Minute. Das machte die Löwen dann wieder wütend und führte zu einer niederländischen Koproduktion. Ömer Bayram spielte in der 74. Minute blitzsauber Ryan Babel an und der klöppelte sattsam einen raus. Vom Innenpfosten titschte der Ball in den Kasten – sauberer Treffer zum 3:1. Das sollte man doch gemächlich heimschaukeln – oder? Dazu gab es die Chance in der 80. Minute. Da schaffte Emre Mor das Kunststück, den Ball aus weniger als drei Metern nicht ins leere Tor zu grätschen. Kann man mal so machen. Dumm gelaufen und stattdessen kam in der 84. Minute Sivasspor wieder ran. Emre Kilinc arbeitete gut vor, düpierte die Hintermannschaft der Löwen und dann stand der Joker Erdogan Yesilyurt goldrichtig – 3:2 und Cimbom musste wieder zittern, denn souverän waren sie selbst in Überzahl nicht. Doch zum Glück für das Terim-Team passierte nichts mehr und man holte sich die drei Heimpunkte, die vorläufig den zweiten Tabellenplatz bedeuten. Und sie zeigen, dass Galatasaray doch noch weiß, wo das Tor auf dem Platz steht.


0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.