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Galatasaray holt sich mit einem 2:1 über Basaksehir den Meistertitel

19.5.2019 20:24 Uhr, von Chris Ehrhardt

Zum Abschluss des Sonntags am 33. Spieltag in der türkischen Süper Lig gab es die lange erwartete Partie zwischen Tabellenführer Galatasaray Istanbul und dem Zweiten der Liga, Basaksehir. Wer sich hier am Ende durchsetzt, kann den Meistersekt kaltstellen. Oder den Ayran. In der zweiten Partie des Abends spielten die Tabellennachbarn im Mittelfeld Alanyaspor und Rizespor gegeneinander. Hier ging es gegenüber dem Mini-Derby von Istanbul um nichts mehr. Galatasaray holte sich am Ende den Titel mit einem 2:1-Heimsieg über Basaksehir und zwischen Alanyaspor und Rizespor gab es ein 1:1.

Galatasaray macht mit dem Anpfiff reichlich Betrieb und die Zuschauer, mehr als 50.000 waren im Stadion der Löwen, peitschten ihr Team nach vorne. Bei jedem Ballkontakt des Nachbarn aus der Stadt am Bosporus wurde laut gepfiffen – besonders dann, wenn Emre Belözoglu am Ball war. Auf dem Platz, das zeigte sich an kleineren Aktionen, war reichlich Gift mit von der Partie – zumindest seitens der Spieler von Basaksehir. In der 10. Minute dann eine Chance für Basaksehir nach Abspielfehler, aber Fernando Muslera war auf dem Posten. In der 17. Minute dann doch die Gästeführung. Flankenball vom Ex-Bremer Eljero Elia und Rijad Bajic war mit dem Kopf da – 0:1.

Die Löwen warfen alles nach vorne, aber es sprang kein Treffer raus und so ging Basaksehir mit der knappen Führung in die Pause.

Skandalpfiffe in der zweiten Halbzeit

In der zweiten Hälfte warfen die Löwen alles nach vorne und erzielten schnell den Ausgleich. In der 47. Minute war es Sofiane Feghouli, der traf – 1:1. In zeitnaher Folge gab es zwei weitere Treffer der Hausherren, die aber nach sehr exklusiver Sichtweise von Referee Cüneyt Cakir, der bereits mehrfach den FC Bayern München in der Champions League schwerst verpfiffen hat, in Kooperation mit dem VAR keine Anerkennung fanden. Das Stadion explodierte förmlich und das völlig berechtigt. Denn was Herr Cakir sich da zusammenpfiff, war schon merkwürdig.


So dauerte es dann bis zur 64. Minute, ehe Cimbom ein Tor anerkannt bekam – eigentlich Treffer Nummer vier für die Hausherren. Gewusel im Strafraum, Ball kam von Fedor Kudryashov zu Henry Onyekuru und der netzte per Kopf trocken ein – 2:1. In der 80. Minute sorgte der völlig überforderte Referee dann dafür, dass die Fatih Terim den Platz verlassen musste. Er verbannte alles von Galatasaray auf die Tribüne, was irgendwie laufen konnte. Selbst mit einer 2:1-Führung im Rücken war das Publikum verständlicherweise kaum zu beruhigen. Acht Minuten gab Cakir am Ende drauf - die aber auch noch einmal verlängert wurden. Doch nach zehn Minuten Nachspielzeit war Feierabend und Galatasaray türkischer Meister - und in Istanbul wird heute die Nacht zum Tag gemacht.

Alanyaspor und Rizespor trennten sich im Parallelspiel nach Toren von Papiss Cisse in der 12. Minute und Vedat Muriqi per Elfmeter in der 64. Minute 1:1.

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