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Galatasaray holt den 18. Pokalsieg!

15.5.2019 22:11 Uhr, von Chris Ehrhardt

Im Pokalfinale in der Türkei trafen zwei Team aufeinander, bei denen die Ligavorzeichen in der Süper Lig unterschiedlicher nicht sein konnten. Der Tabellenführer und Rekord-Pokalsieger Galatasaray Istanbul gegen den Vorjahres-Pokalsieger, jetzigen Tabellenletzten und Absteiger Akhisarspor. Vom Papier eine eindeutige Sache. Doch am Ende war es dann gar nicht so eindeutig, wie es in der Theorie aussah. Die Löwen brauchten zwei Elfmeter, von denen nur einer das Ziel traf und einen Platzverweis, um sich am Ende mit 3:1 gegen Akhisar zu behaupten und den 18. Pokaltitel einzufahren.


Galatasaray startete recht energisch in die Partie und erspielte sich auch zahlreiche Möglichkeiten. Das Problem war nur, dass man völlig überhastet agierte, zu ungenau passte und oftmals den einen Haken zu viel schlug, vor lauter Eigensinn. Und jedem eingefleischten Fußballfan war klar – gerade dann, wenn er den türkischen Fußball kennt – das rächt sich irgendwann bitter. Doch in der ersten Halbzeit war Akhisar einfach zu harmlos, um die Löwen in Gefahr zu bringen. So ging es mit einem mageren 0:0 in die Pause.

Akhisarspor schockt Galatasaray und Fatih Terim

Akhisar kam extrem motiviert aus den Kabinen und versuchte mit weit mehr Druck gegen den Ball zu operieren. Und das zahlte sich aus. In der 56. Minute spielte der Vorjahres-Pokalsieger einen tollen Angriff über die linke Angriffsseite, in der Mitte war Elvis Manu mitgelaufen und stand nicht im Abseits – 1:0. Nun drehte dann Rekord-Pokalsieger auf und versuchte das Spiel zu drehen. In der 65. Minute dann große Aufregung. Referee Suat Arslanboga sah ein Foul und das im Strafraum – Elfmeter. Akhisar drehte schlicht frei, weil man den Tatort vor dem Strafraum gesehen haben wollte. Und so ganz falsch lagen sie da auch nicht. Mbaye Diagne war das ziemlich egal und er trat zum Elfer an. Doch Fatih Öztürk im Tor von Akhisarspor hatten den Braten gerochen – Elfer gehalten. Nun war richtig Biss auf dem Feld.


Galatasaray drückte weiter und weiter. Und dann kam in der 78. Minute erneut der Elferpfiff. Wieder war Akhisar gänzlich aus dem Häuschen und man holte sich gelbe Kartons in Serie ab. Dumm nur, dass sich Miguel Lopes direkt zwei davon einsackte und damit unter die Dusche durfte. In der 80. Minute konnte dann endlich Sinan Gümüs zum Strafstoß antreten und er machte es besser als Diagne – 1:1. Ausgleich und einen Mann weniger. Das roch schwer nach vorzeitiger Entscheidung. Und in der 88. Minute schraubten die Löwen dann auch den Deckel drauf. Gewusel in der Box, am linken Pfosten stand Sofiane Feghouli, stocherte die Kugel Öztürk durch die Hosenträger und drin war der Fisch – 1:2. Doch es kam noch dicker. Akhisar setzte alles auf eine Karte, war dann hinten offen und einen schnell vorgetragenen Angriff nutzten die Löwen zum 1:3 - Mbaye Diagne hatte dann doch noch getroffen.


Mit dem Sieg hat sich Galatasaray Istanbul den ersten Titel auf die Flagge malen können und nun kann man am Sonntag, wenn man gegen den Tabellenzweiten Basaksehir gewinnt, auch den Meistertitel vorzeitig eintüten.

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