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Fusion Karstadt/Kaufhof kostet mehr Arbeitsplätze als gedacht

26.3.2019 16:08 Uhr

Noch mehr Arbeitsplätze als bisher gedacht sind durch den Zusammenschluss der Warenhäuser Karstadt und Kaufhof in Gefahr, das fürchtet zumindest die Gewerkschaft Verdi. Die Unternehmensführung wolle "nun schon 1800 statt 1600 Vollzeitstellen in den Kaufhof-Filialen streichen", warnte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger am Dienstag. Ein Karstadt-Sprecher wollte auf Anfrage keine Stellungnahme abgeben.

Im Januar hatte Karstadt angekündigt, im Zuge der Kaufhaus-Fusion insgesamt rund 2600 Vollzeitstellen abbauen zu wollen, davon 1600 in den Filialen. In seinem derzeitigen Zustand sei der Kaufhof "langfristig nicht überlebensfähig", sagte Konzernchef Stephan Fanderl damals.

Wird Galeria Kaufhof kaputt gespart?

Nutzenberger verlangte von der Führung des Handelsriesen erneut ein nachhaltiges Zukunftskonzept. "Zurzeit hat man aber eher den Eindruck, dass das neue Unternehmen Galeria Kaufhof Karstadt kaputt gespart und die Existenzgrundlage von zigtausend Beschäftigten ruiniert werden soll", kritisierte sie. Man werbe mit mehr Beratung in den Filialen, streiche aber gleichzeitig Hunderte Stellen. "Das ist eine Sackgasse", sagte Nutzenberger.

(an/dpa)