epa/Armando Babani

Fünf Türken unter den Opfern von Hanau

20.2.2020 17:02 Uhr

Der Todesschütze von Hanau hat neun Menschen mit Migrationshintergrund getötet - und seine Mutter. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag zudem aus Sicherheitskreisen erfuhr, haben vier der fünf Verletzten ausländische Wurzeln.

Unter den Todesopfern in Hanau sind nach Angaben der türkischen Botschaft in Berlin auch fünf türkische Staatsbürger. Ein Sprecher der Botschaft bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der Nachrichtenagentur Anadolu, die sich auf den türkischen Botschafter in Berlin Ali Kemal Aydin berufen hatte.

Erdogan kondolierte den Angehörigen

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan drückte den Familien der Opfer unterdessen sein Beileid aus und sagte: "Ich glaube daran, dass die deutschen Behörden alle notwendigen Anstrengungen unternehmen werden, um den Angriff in allen Aspekten zu beleuchten."

Das türkische Außenministerium in Ankara verurteilte die Tat in Hanau als "niederträchtigen Anschlag". Er sei eine "neue und schwere Auswirkung von wachsendem Rassismus und Islamfeindlichkeit", teilte das Ministerium mit. Es sei an der Zeit, solche Angriffe zu stoppen.

Ein 43-jähriger Deutscher steht im Verdacht, am späten Mittwochabend zehn Menschen getötet zu haben. Nach Angaben des hessischen Innenministers Peter Beuth (CDU) gibt es Hinweise auf ein "fremdenfeindliches Motiv". Der Generalbundesanwalt ermittelt demnach wegen Terrorverdachts.

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(an/dpa)

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