Hürriyet

Fünf Personen wegen "Geburtstourismus" in der Türkei angeklagt

5.12.2020 18:32 Uhr

Fünf Personen müssen sich in der Türkei wegen des sogenannten "Geburtstourismus" vor Gericht verantworten. In dem Fall geht es um türkische Frauen, die in New York 119 Kinder zur Welt gebracht haben, um so nach amerikanischem Recht automatisch die US-Staatsbürgerschaft für die Neugeborenen zu bekommen. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP.

Laut Anklageschrift haben die Beschuldigten ihren Kundinnen für die Einreise in die USA gefälschte Touristen- und Geschäftsvisa besorgt. Bevor die Frauen ihre Kinder geboren haben, lebten sie in Geburtshäusern auf Long Island und reisten nach der Niederkunft wieder zurück in die Türkei. Pro geborenes Kind kassierten die Angeklagten 7500 Dollar (6170 Euro). Zudem sollen sie 2,1 Millionen Dollar (1,7 Millionen Euro) an Steuergeldern - getarnt als "medizinische Leistungen" - ergaunert haben, um die Geburtskosten in den USA zu bezahlen.

Neues Gesetz seit Anfang des Jahres in Kraft

Anfang dieses Jahres hat die (Noch)-Regierung um US-Präsident Donald Trump neue Visaregeln eingeführt, um dem kriminellen "Geburtstourismus" einen Riegel vorzuschieben. Schwangere Frauen bekommen demnach keine Besuchervisa mehr ausgestellt. Es sei denn, sie können nachweisen, dass sie aus medizinischen Gründen zur Entbindung in die USA reisen müssen und die Geburt selbst bezahlen können.

(mb)

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