dpa

FSV Mainz entlässt Sandro Schwarz

10.11.2019 13:02 Uhr

Der FSV Mainz 05 hat nach der eher unerwarteten Niederlage gegen Aufsteiger Union Berlin und aufgrund der aktuellen Tabellensituation, die Mainzer sind auf dem 16. Tabellenplatz, die Reißleine gezogen. Trainer Sandro Schwarz, der seit dem 01. Juli 2013 dem Verein angehörte (Trainer der U19), wurde beurlaubt. Im Mai 2017 hatte Schwarz das Ruder bei Mainz 05 übernommen und einen Vertrag bis zum Sommer 2022 unterschrieben. Es ist nach Niko Kovac beim FC Bayern München und Achim Beierlorzer beim 1. FC Köln die dritte Trainerentlassung in einer Woche in der Bundesliga. Die Nerven bei den Klub-Verantwortlichen liegen offensichtlich blank und man hat eine sehr kurze Zündschnur.

"Das ist das Ergebnis von intensiven Gesprächen am Samstagabend und Sonntagmorgen", teilte der abstiegsbedrohte Club via Twitter mit. Nach dem 0:8 bei RB Leipzig hatten die Rheinhessen am Samstag beim 2:3 gegen Aufsteiger Union Berlin die nächste Lehrstunde erlebt. Beim Liga-Konkurrenten 1. FC Köln hatte am Samstag Chefcoach Achim Beierlorzer gehen müssen. Zuvor hatten sich der FC Bayern München und Niko Kovac getrennt.

Miserables Torverhältnis von 12:30

An Schwarz-Vorgänger Martin Schmidt hatte Sportvorstand Schröder entgegen aller Mechanismen des Geschäfts in der Rückrunde 2016/17 trotz tiefer Krise festgehalten - und damit Erfolg gehabt. Mainz stieg nicht ab. Nach der Niederlage gegen Union hatte Schröder noch so gewirkt, als halte er an Schwarz fest, und hatte gesagt: "Ich möchte nicht jede Woche ein Plädoyer halten. Sandro Schwarz ist unser Trainer und wir werden uns gemeinsam mit ihm kritisch hinterfragen."

Nach elf Spieltagen stehen die Mainzer mit nur neun Punkten und einem miserablen Torverhältnis von 12:30 auf dem Relegationsplatz. Acht Niederlagen hatte Mainz zu diesem Zeitpunkt noch nie kassiert. Schwarz, ein Freund von Liverpools Starcoach Jürgen Klopp, ist gebürtiger Mainzer und spielte einst auch als Profi bei den Nullfünfern. Als Coach betreute er auch die U19 und die zweite Mannschaft. Der Club war 2009 in die Bundesliga zurückgekehrt, erweckte aber zuletzt den Eindruck, dem Abstiegskampf nicht gewachsen zu sein. Kapitän Daniel Brosinski hatte nach der Partie gegen Berlin von einem "totalen Versagen von allen auf dem Platz" gesprochen. Nach dem Abpfiff hatten Ordner nur mit Mühe einige erboste Fans einfangen können, die über den Zaun geklettert waren.

(ce/dpa)

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