Hürriyet

Früherer Süper-Lig-Profi Toktas tötet kaltblütig eigenen Sohn

14.5.2020 14:00 Uhr, von Björn Lücker

Es ist eine unfassbare Tat, die er auch noch mit dem Coronavirus vertuschen wollte: Cevher Toktas, früherer Fußball-Profi bei Hacettepespor in Ankara (2007 bis 2009) und heute beim Amateurklub Bursa Yildirim Spor im Einsatz, hat seinen eigenen Sohn getötet. Den Grund, den der 32-Jährige laut dem Nachrichtensender CNNTürk bei seinem Geständnis nannte, ist furchtbar.

Doch was war genau passiert? Toktas hatte seinen Sohn Kasim am 23. April in ein Krankenhaus in Bursa gebracht, da er unter Atemprobleme litt und Symptome einer Covid-19-Erkrankung zeigte. Dort schickte man die Beiden umgehend in häusliche Quarantäne, weil offenbar kein akuter Behandlungsbedarf bestand.

15 Minuten Kissen ins Gesicht gedrückt

Doch nur kurze Zeit später tauchte Toktas mit seinem Filius wieder bei der Notaufnahme auf, wo der Junge zwei Stunden später starb. Die Ärzte gingen davon aus, dass die Atemprobleme zu dem Tod geführt hatten. Sie stellten einen natürlichen Tod fest und ließen den "Corona-Fall" nicht weiter untersuchen.

In Wahrheit aber hatte Toktas seinen Sohn auf der Intensivstation der Klinik getötet, wie er erst elf Tage später, als die Beerdigung schon vorbei war, zugab. "Ich habe meinem Sohn für 15 Minuten ohne Unterbrechung ein Kissen ins Gesicht gedrückt, als er auf dem Rücken lag“, wird Tokas zitiert.

Der Grund für seine kaltblütige Tat ist unfassbar: "Ich habe meinen Sohn, seit er geboren wurde, nicht geliebt. Ich weiß nicht warum und der einzige Grund, warum ich ihn getötet habe, ist, weil ich ihn nicht mochte", sagte der aus Malatya stammende Toktas.

Großvater: Toktas redet "wirres Zeug"

Toktas betont, dass er nicht unter einer psychischen Krankheit leide. Der Vater des geständigen, mutmaßlichen Mörders sieht dies aber offenbar anders und versucht sich schützend vor seinen Sohn zu stellen. Gegenüber "CNN Türk" erkärte er, dass der Tod seines Enkels auf Behandlungsfehler im Krankenhaus zurückzuführen wäre und Cevher den Tod seines Sohnes nicht verkraftet habe. Er rede nun "wirres Zeug", so der Großvater von Kasim. Die Wahrheit würde eine Autopsie ans Tageslicht bringen, behauptet der Mann.

Die Leiche des getöteten Jungen wurde am 5. Mai exhumiert und zur Autopsie in die Pathologie von Bursa gebracht, um die genaue Todesursache zu untersuchen. Cevher Toktas droht eine lebenslange Haftstrafe.

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