epa/Dimitris Tosidis

Frontext soll gegen Boote von Migranten im Ärmelkanal vorgehen

23.1.2020 23:59 Uhr

Die belgische Küstenregion will mithilfe der EU-Grenzschutzagentur Frontex gegen Migrantenboote auf dem Ärmelkanal vorgehen. Der Gouverneur von Westflandern, Carl Decaluwé, erklärte am Mittwoch, er wolle Drohnen zur Überwachung der Kanalküste in Zusammenarbeit mit Frontex und dem benachbarten Nordfrankreich einsetzen.

Am Dienstagmorgen waren 14 Migranten bei dem Versuch gekentert, mit einem kleinen Boot vom belgischen De Panne nach Großbritannien zu gelangen. Acht Menschen waren auch am Mittwoch noch verschollen, die anderen wurden an Land aufgegriffen.

Frankreich setzt Soldaten ein

"Wir müssen das absolut vermeiden, denn es ist gefährlich", sagte Gouverneur Decaluwé. Es sei ungewöhnlich, dass Migranten mit dem Ziel England von Belgien aus in See stächen. "Aber das Problem verschiebt sich von Nordfrankreich hierher. Die Franzosen setzen Soldaten ein, um den Strand zu überwachen, weshalb der Druck bei uns steigen wird." Die Behörden sollten nun klären, wie und wann Drohnen zur Überwachung des Küstenabschnitts eingesetzt werden könnten.

Seit Jahren versuchen Migranten aus verschiedenen Teilen der Welt, bis nach Großbritannien zu kommen. Weil Häfen und Bahnhöfe für die Querung des Ärmelkanals scharf kontrolliert werden und erlaubte Wege zur Einreise fehlen, wagen Migranten seit einiger Zeit die Überfahrt mit kleinen Booten.

(an/dpa)

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