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Frontext schickt Verstärkung nach Griechenland

1.3.2020 11:21 Uhr

Die Situation an der griechisch-türkischen Grenze, der Außengrenze zur EU, wird unübersichtlich und bedrohlich. Um eine Eskalation zu verhindern, hat sich die EU entschlossen, via Frontex Verstärkung nach Griechenland zu schicken, um die Grenzen abzusichern.

Wegen der Öffnung der türkischen Grenzen zur Europäischen Union schickt die EU-Grenzschutzbehörde Verstärkung nach Griechenland. Auf Bitten des Landes habe Frontex die Entsendung von zusätzlichen Beamten sowie von Ausrüstung veranlasst, teilte eine Frontex-Sprecherin am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP mit. Die Alarmstufe bei Frontex für alle EU-Grenzen zur Türkei sei auf "hoch" angehoben worden. An der türkisch-griechischen Grenze haben sich tausende Flüchtlinge versammelt, um in die EU zu gelangen.

10.000 illegale Grenzübertritte verhindert

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Samstag angekündigt, Flüchtlinge mit dem Ziel EU die Grenzen passieren zu lassen. "Wir haben die Tore geöffnet", sagte er. Als Konsequenz verschärften die benachbarten EU-Staaten Griechenland und Bulgarien ihre Maßnahmen zur Grenzsicherung. Die griechische Polizei setzte am Samstag Tränengas ein, um die Flüchtlinge zurückzudrängen.

Aus der Regierung in Athen hieß es am Sonntagmorgen, in den vergangenen 24 Stunden seien fast 10.000 Flüchtlinge an einem "illegalen" Grenzübertritt gehindert worden. Zudem seien am Samstag und Sonntag mehr als 130 Flüchtlinge festgenommen worden.

(afp)

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