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Freizeitparks in der Türkei sehnen Wiedereröffnung herbei

17.6.2020 12:47 Uhr

Gut 150 Millionen Menschen strömen zu normalen Zeiten jährlich in die Freizeitparks der Türkei. Doch in der Corona-Krise ist bekanntlich alles anders. Nun aber, nach drei Monaten Zwangspause, hoffen die Betreiber im Zuge der Corona-Lockerungen auf eine baldige Wiedereröffnung ihrer Einrichtungen.

"Härter als wir ist kaum eine Branche betroffen", sagt Mustafa Mertcan, Leiter des zuständigen Unterhaltungs-Verbandes. Seit dem 1. Juni sind Bowling- und Kletterhallen zwar wieder geöffnet, aber Mertcan fordert mehr. "Mit der Öffnung der Hallenspielplätze sollten wir verständlicherweise noch warten. Aber wir sind bereit, die Freizeitparks und andere Außenanlagen wieder zu eröffnen." Nicht nur die Mega-Freizeitparks, auch kleine Einrichtungen - beispielsweise vor Einkaufszentren - seien für das Geschäft wichtig, betont Mertcan. "Diese sind entscheidend, um Familien und Kinder in die Einkaufszentren zu locken. Sie sind für den Umsatz aller Beteiligten entscheidend“, sagt er.


Hygienevorschriften nur schwer umzusetzen

Laut der zurzeit geltenden Sicherheits- und Hygienevorschriften dürfen Besucher Veranstaltungsorte nicht ohne Gesichtsmaske und Schutzhandschuhe betreten. Zudem muss ein ausreichender Sicherheitsabstand (eine Person auf acht Quadratmeter) eingehalten werden. Ob diese Regeln auch bei der Wiedereröffnung von Freizeitparks umgesetzt werden können, ist fraglich. Sie müssten wohl nochmal angepasst werden.

Etwa 45.000 Menschen sind im türkischen Unterhaltungssektor beschäftigt, in den Spitzenmonaten im Sommer können es bis 100.000 sein. Der Jahresumsatz wird auf vier Milliarden Türkische Lira (519,5 Millionen Euro) geschätzt.

(bl)

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