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Freizeitpark duldet keine nackten Stein-Brüste

26.3.2019 16:43 Uhr

In einem Freizeitpark am Rande Jakartas wurden zwei barbusige Meerjungfrauen erst mit einem Bustier verhüllt und nun in einen abgelegenen Teil des Parks verbannt - schließlich könnten die nackten Brüste Anstoß erregen.

Seit einiger Zeit bedecken goldfarbene Bustiers die Brüste der beiden Statuen; zudem wurden sie in einen entlegeneren Teil des Parks verbannt, nachdem Besucher sie wieder enthüllt hatten. "Es gab keinen Druck von irgendeiner Gruppe", sagte die Sprecherin des Parks Ancol Dreamland, Rika Lestar, am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Vielmehr wolle die Verwaltung dem Image des Parks als Freizeitort für Familien Rechnung tragen. In der "östlichen Kultur" seien barbusige Statuen nun einmal wenig schicklich.

Zunehmend konservativere Auslegung des Islam

Der Komiker Soleh Solihun spottete über die nach seiner Auffassung übereifrigen Moralapostel des Parks: "Das ist Ancol. Niemand wird mit seinen Augen Ehebruch begehen, wenn er die Brüste der Seejungfrauen betrachtet", erklärte er auf Twitter. Indonesien hat die weltweit größte muslimische Bevölkerung. Seit einiger Zeit wird die Auslegung des Islam in dem Land zunehmend konservativer, doch unterscheiden sich die gesellschaftlichen Normen in den verschiedenen Regionen stark voneinander.

(be/afp)