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Freigelassener Sträfling prügelt neunjährige Tochter tot

21.4.2020 21:00 Uhr

In Gaziantep hat ein verurteilter Sträfling, der durch die kürzlich erlassene Corona-Amnestie in der Türkei freigekommen ist, seine neunjährige Tochter zu Tode geprügelt. Zuvor musste er ins Gefängnis, nachdem er im letzten Jahr versuchte, seiner Frau die Kehle mit einer Schere zu durchschneiden.

Nachdem Müslüm Aslan (33) aus dem Gefängnis freikam, bat er seine in Scheidung von ihm lebende Frau darum, die gemeinsamen Kinder (9, 7 und 5 Jahre) für ein paar Tage zu sich holen zu dürfen, was Rukiye Aslan erlaubte.

Vier Tage kämpften Ärzte um Ceylans Überleben

Der Mann holte die Kinder bei seinen Schwiegereltern ab, wo diese mit ihrer Mutter seit einiger Zeit wohnen. Am letzten Freitag soll der Mann seine Tochter Ceylan an den Armen aufgehängt und solange mit einem Schlauch auf sie eingeschlagen haben, bis das Kind bewusstlos zusammenbrach – vor den Augen ihrer beiden kleinen Brüder. Anschließend rief Müslüm Aslan den Notruf und meldete, dass er seine Tochter verletzt hätte. Danach lieferte er die beiden Söhne mit einem Taxi vor dem Haus seiner Schwiegereltern ab und flüchtete.

Die blutüberströmte Tochter Ceylan wurde währenddessen sofort ins Krankenhaus gebracht, wo Ärzte vier Tage lang um das Überleben des kleinen Mädchens kämpften. Doch nach vier Tagen verlor Ceylan den Kampf gegen die schweren Verletzungen, die ihr Vater ihr beigebracht hatte.

Durch häusliche Gewalt aufgefallen

Die trauernde Mutter Rukiye Aslan erzählt, dass ihr Ex-Mann während der Ehe mit ihr und auch den Kindern gegenüber häufiger gewalttätig geworden sei. Vor rund einem Jahr dann versuchte der Mann seiner Frau mit einer Schere die Kehle durchzuschneiden und landete dafür im Gefängnis. Rukiye Aslan reichte währenddessen die Scheidung ein.

Müslüm Aslan wurde kurze Zeit nach der Tat in einem Park gefasst, festgenommen und wieder ins Gefängnis gebracht. Da er sich wegen des Vorwurfes eines Tötungsdeliktes an seinem eigenen Kind vor Gericht verantworten muss, ist nicht davon auszugehen, dass er nochmals frühzeitig entlassen wird.

(be)

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