imago/Winfried Rothermel

Freiburger Gruppenvergewaltigung - Erste Anklagen erhoben

13.2.2019 12:35 Uhr

Im vergangenen Jahr sorgte der Fall für bundesweites Aufsehen: Die Gruppenvergewaltigung an einer 18-jährigen Freiburgerin. Die Staatsanwaltschaft hat heute die ersten Anklagen gegen drei der insgesamt elf Beschuldigten erhoben. Den Männern soll vor der Jugendstrafkammer der Prozess gemacht werden.

Die Ankläger werfen den drei Syrern im Alter zwischen 22 und 23 Jahren vor, die 18-Jährige im Oktober 2018 in der Nähe einer Diskothek vergewaltigt zu haben. Neben Vergewaltigung werden ihnen auch unterlassene Hilfeleistung und Handel mit Betäubungsmitteln zur Last gelegt.

Nicht die erste Tat des Hauptverdächtigen

Dem 22-jährigen Hauptverdächtigen, der die junge Frau laut den Ermittlungen mit Drogen gefügig gemacht haben und die anderen Täter zu der wehrlosen Frau gelockt haben soll, werden darüber hinaus Körperverletzung in insgesamt drei Fällen, ein versuchter sexueller Übergriff sowie exhibitionistische Handlungen vorgeworfen. Alle drei Beschuldigten sollen im September 2017 auch eine 19-Jährige vergewaltigt haben.

Die Gruppenvergewaltigung von Freiburg hatte im vergangenen Jahr bundesweit für Aufsehen erregt. Dabei wurde auch kritisiert, die Ermittler hätten mit der Festnahme des Hauptverdächtigen zu lange gewartet, obwohl er bereits identifiziert gewesen sei.

Die Behörden widersprachen dem Vorwurf und führten ermittlungstaktische Gründe an. Die Ermittlungen gegen acht weitere Beschuldigte in dem Fall sind laut Staatsanwaltschaft noch nicht abgeschlossen.

(sis/afp)

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