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Freiburg verdrängt FC Bayern vom dritten Platz

15.9.2019 17:52 Uhr

Der SC Freiburg ist besser als Bayern München - jedenfalls nach vier Spieltagen der Fußball-Bundesliga. Die bärenstarken Breisgauer setzten sich am Sonntag 3:0 (2:0) im badischen Duell bei der erschreckend schwachen TSG Hoffenheim durch und verdrängten den deutschen Rekordmeister vom dritten Tabellenplatz. Vor dem Sport-Club rangieren nur RB Leipzig und Borussia Dortmund. Christian Günter (11.), Janik Haberer (38.) und Nils Petersen (59.) trafen für den mannschaftlich ungemein geschlossen auftretenden SC, der zuvor nur eines der zurückliegenden elf Spiele gegen die TSG gewonnen hatte. Den bisher letzten Sieg im Kraichgau hatten die Freiburger vor neun Jahren gefeiert.

Vor der Partie hatte SC-Trainer Christian Streich betont, dass er wegen der besonderen Klausel beim Transfer von Mittelfeldspieler Vincenzo Grifo keinen Groll gegen die TSG hegt. Grifo war unlängst für sieben Millionen aus Hoffenheim nach Freiburg zurückgekehrt - der 26-Jährige durfte wegen einer vertraglich fixierten "Sperre" am Sonntag aber nicht auflaufen. Vor 29.395 Zuschauern bestimmten die Hoffenheimer, die ohne den kroatischen Vize-Weltmeister Andrej Kramaric sowie Rekord-Neuzugang Diadie Samassekou auskommen mussten, zunächst das Geschehen. Den Treffer erzielten aber die Freiburger, bei denen Neu-Nationalspieler Luca Waldschmidt nur auf der Bank saß.

Freiburg der TSG in allen Belangen überlegen

Günter ließ bei seinem Tor sowohl TSG-Kapitän Kevin Vogt als auch den Hoffenheimer Torwart Oliver Baumann schlecht aussehen. Kurz darauf vergab Pavel Kaderabek die Chance zum Ausgleich (15.), auf der anderen Seite hatte Lucas Höler (19.) den zweiten Freiburger Treffer auf dem Fuß - die Partie war in dieser Phase äußerst unterhaltsam. Nach einer knappen halben Stunde hatten die Freiburger zunächst Pech, dass Nils Petersen bei seinem vermeintlichen Tor knapp im Abseits stand (29.). Wenig später verhinderte SC-Torhüter Alexander Schwolow mit einer Parade gegen den Distanzschuss von Sebastian Rudy den Ausgleich (30.). Vier Minuten danach setzte Kaderabek einen Kopfball knapp neben das Freiburger Tor.

Wesentlich besser machte es Haberer auf der Gegenseite bei seinem überlegten Abschluss. TSG-Mehrheitseigner Dietmar Hopp winkte nach dem zweiten Gegentor frustriert ab und verschwand in seiner Loge. Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte setzte der neue Hoffenheimer Trainer Alfred Schreuder voll auf Offensive und brachte in Neuzugang Jürgen Locadia einen dritten Stürmer. Die Maßnahme des Nachfolgers von Julian Nagelsmann brachte nichts, die Freiburger Defensive ließ kaum etwas zu. Dazu überzeugten die Gäste in der Offensive. Schon vor dem Treffer Petersens waren die zielstrebigen Freiburger die gefährlichere Mannschaft. Die Hoffenheimer offenbarten dagegen in allen Mannschaftsteilen große Schwächen.

20 Minuten vor Schluss brachte Schreuder in Robert Skov sogar einen vierten Angreifer. Streich wechselte Waldschmidt in der 76. Minute ein.

(ce/afp)

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