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Frauen protestieren gegen neuen Polanski-Film

13.11.2019 17:47 Uhr

Der Start von Roman Polanskis neuem Film wird in Frankreich von heftigen Protesten begleitet. Erst kürzlich warf ein Model Polanski vor, sie 1975 vergewaltigt zu haben.

Frauenrechtlerinnen demonstrierten am Dienstagabend in Paris vor einem Kino, in dem "Intrige" (Originaltitel: J´accuse) gezeigt werden sollte. Sie nannten den Regisseur einen "Vergewaltiger" und warfen der Filmbranche ein "Schweigekartell" vor. Ein früheres französisches Model hatte dem in Frankreich lebenden Regisseur erst kürzlich vorgeworfen, sie 1975 in seinem Haus im Schweizer Skiort Gstaad vergewaltigt zu haben. Polanski weist die Vorwürfe zurück.

Wegen Vergewaltigung einer Minderjährigen polizeilich gesucht

Polanski wird in den USA seit Jahrzehnten wegen Vergewaltigung einer Minderjährigen polizeilich gesucht. Im Jahr 1977 hatte er Sex mit der damals 13-jährigen Samantha Geimer, ein Jahr später floh er aus den USA. In seinem neuen Film "Intrige" geht es um die Dreyfus-Affäre: den Fall des jüdischen Offiziers Alfred Dreyfus, der 1894 in Frankreich zu Unrecht wegen Landesverrats verurteilt wurde. Einige Kritiker werfen dem Holocaust-Überlebenden Polanski vor, sich mit dem Film selbst zum Opfer einer Intrige stilisieren zu wollen. In Deutschland ist der Filmstart im Februar geplant.

(be/afp)

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