dpa

Frauen am Kap formieren sich gegen Gewalt

8.9.2019 12:31 Uhr

Gewalttaten an Frauen und Kindern sind in Südafrika ein großes Problem. Jetzt machen die Frauen mobil gegen Vergewaltigungen, Prügel und Mord an sich und ihren Kindern.

Unter dem Motto #enoughisenough - our women and children deserve better (etwa: Genug ist genug - unsere Frauen und Kinder haben Besseres verdient) formiert sich der Widerstand, es gibt Petitionen und Demonstrationen. Eine Internet-Petition für eine Wiedereinführung der Todesstrafe bei Verbrechen an Frauen wird auch von einer Enkelin von Südafrikas erstem schwarzen Präsidenten Nelson Mandela unterstützt, Ndileka Mandela.

Justizreform gefordert

Als Reaktion auf den brutalen Mord an einer 19-jährigen Studentin der Universität Kapstadt, die zuvor in einem Postamt vergewaltigt wurde, fordert sie wie viele andere eine Justizreform: "Unser Justizsystem ist so angelegt, dass es die Männer und nicht die Frauen schützt - das muss sich ändern." In Südafrika wachsen junge Menschen oft in zerrissenen Strukturen auf. Vergewaltigungen und häusliche Gewalt sind angesichts oft patriarchaler Strukturen weit verbreitet.

Harte Umsetzung der Gesetze?

Präsident Cyril Ramaphosa hat erklärt, die jungen Frauen im Lande müssten die Chance erhalten, frei von Angst vor Gewalt ihr Leben zu meistern. Angaben zu konkreten Maßnahmen machte er am späten Donnerstagabend bei der kontinentalen Version des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Kapstadt nicht.

Nigerias Ex-Bildungsministerin Obiageli Ezekwesili sprach sich in Kapstadt für eine harte Umsetzung der Gesetze bei der Strafverfolgung der Täter aus. Auch die sozialen Bedingungen müssten sich radikal ändern: "Es ist ein globales Problem", betonte sie.

(be/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.