Hürriyet

Frau wacht im Hotelzimmer auf und wird von fremdem Mann belästigt

12.9.2020 15:33 Uhr

Kardelen K., Elektroingenieurin aus Ankara, hat in einem Hotel in der zentralanatolischen Provinz Kirikkale einen wahren Alptraum erlebt. Als sie mitten in der Nacht aufwachte, saß ein fremder Mann auf ihrem Bett, der sie beobachtet haben soll. Ein Verdächtiger namens Seyit Muhammed S. wurde festgenommen, aus Mangel an Beweisen aber wieder freigelassen.

Sie habe sofort geschrieen und den Mann aufgefordert, ihr Zimmer zu verlassen, schildert die Frau auf ihrem Twitter-Kanal detailliert den Vorfall. Zudem habe sie sofort die Rezeption angerufen, woraufhin der Mann davonlief.

Polizei glaubt Frau nicht

Wenig später erschien eine Mitarbeiterin der Rezeption auf ihrem Zimmer, der sie alles erzählte. Die Empfangsdame ging darauf wieder und Kardelen K. beruhigte sich ein wenig. Als es erneut an der Tür klopfte, öffnete die Frau, weil sie dachte, die Rezeptionistin hätte noch eine Frage. "Doch wieder erblickte ich den fremden Mann", sagte Kardelen K. der türkischen Tageszeitung "Hürriyet". Als sie den Korridor hinunter schaute, sah sie den Mann hinter einer Säule stehen, der ihr mit einem "Pssst" signalisierte, sie solle ruhig sein.

Später bei der Aussage auf dem Polizeirevier hätten die Beamten ihr nicht geglaubt, sagte Kardelen K. weiter. Sie habe einen Alptraum erlebt, sollen sie behauptet haben. Die Polizei hatte zuvor auch den Verdächtigen Muhammed S. vernommen. Er sagte aus, dass er betrunken und "aus Versehen" ein falsches Zimmer betreten habe. Allerdings soll der Mann, so Kardelen K., in besagter Nacht in mehreren Räumen gewesen sein.

Gegen Hotelmitarbeiter wird Verfahren eingeleitet

In den Sozialen Netzwerken sorgt der Vorfall mittlerweile für Furore. Viele Nutzer fordern, dass Muhammed S. und das Hotelmanagement angeklagt werden. Das Gouverneursbüro in Kirikkale gab derweil bekannt, dass gegen zwei Mitarbeiter des Hotels ein Verfahren eingeleitet wird. Zudem will die Staatsanwaltschaft den Fall genau untersuchen. Der Verdächtige Muhammed S. wurde aber vorerst vom zuständigen Staatsanwalt wegen Mangel an Beweisen freigelassen.

(bl)

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